EU-Staaten stellen Irland Finanzhilfe in Aussicht

Die Europäische Union wird nun auch für Irland ein milliardenschweres Hilfspaket schnüren.
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Wie aus EU-Diplomatenkreisen verlautete, verständigten sich die Finanzminister der 27 EU-Staaten am Sonntagabend in einer kurzfristig anberaumten Telefonkonferenz darauf, dem unter einem horrenden Budgetdefizit stöhnenden Euro-Land unter die Arme zu greifen. Dabei wurde auch die Ankündigung der Regierung in Dublin begrüßt, für die nächsten vier Jahre ein 15 Milliarden Euro schweres Sparpaket zu schnüren.

Konkrete Summen wurden bei der Telefonkonferenz nicht beschlossen, da man noch auf die Ergebnisse einer Expertenmission von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Dublin warte. Formell wird die Finanzhilfe in den nächsten Tagen bei einem Sondertreffen der EU-Finanzminister beschlossen. “Wer rasch hilft, hilft doppelt”, sagte ein Diplomat gegenüber der APA. Das Hilfspaket dürfte Expertenschätzungen ein Volumen von 40 bis 100 Milliarden Euro haben, der irische Finanzminister Brian Lenihan sagte am Sonntag gegenüber einheimischen Medien, es werden weniger als 70 Milliarden Euro sein.

Es wurde erwartet, dass die irische Regierung noch am Sonntagabend einen formellen Hilfsantrag stellen wird. Lenihan hatte diesen vor Beginn einer Krisensitzung des Kabinetts in Dublin angekündigt, nachdem sich Dublin entsprechenden Aufrufen der EU-Partner mehrere Tage lang verweigert hatte. Wegen der milliardenschweren Bankenrettung wird das irische Budgetdefizit heuer 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen, die EU-Verträge erlauben höchstens drei Prozent.

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