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EU schob Verstümmelung von Haien Riegel vor

Lebenden Haifischen dürfen künftig in der EU keine Flossen mehr abgeschnitten werden.
Spektakuläre Aktion gegen Ausrottung
Pierre Frolla: Der mit den Haien tanzt

In einigen Monaten ist voraussichtlich verboten, die verstümmelten Raubfische lebend ins Meer zurückzuwerfen, wo sie qualvoll verenden. Das EU-Parlament in Straßburg hat dieser Praxis am Donnerstag mehrheitlich einen Riegel vorgeschoben.

Ausnahmeregelung gestattete “Finning”

Das sogenannte “Finning” ist zwar in der Europäischen Union seit 2003 verboten, doch Spanien und Portugal nutzen Ausnahmeregelungen. Die EU-Regierungen haben den Vorschlag der EU-Kommission gegen die Stimmen Spaniens und Portugals bereits gebilligt. Haifischflossen sind besonders in Asien eine begehrte Delikatesse, beispielsweise als Suppe.

Verstümmelte Haie lebend ins Meer geworfen

In Zukunft müssen gefangene Haifische unversehrt an Land gebracht werden. Dort dürfen die Flossen nur von toten Tieren abgeschnitten werden. Wegen ihrer knappen Ladeflächen werfen Fischer bislang die oft noch lebenden Haie wieder ins Meer. Die Tiere sterben eines grausamen Todes: Ohne Flossen können sie nicht mehr schwimmen, sinken zu Boden, wo sie qualvoll ersticken oder von anderen Raubfischen gefressen werden. Nach Schätzungen der Tierschutzorganisation “Humane Society” werden jedes Jahr weltweit Dutzende Millionen Haie gefangen. (APA)

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