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Essenbons, Gutscheine & Co

Welche Belohnungen für Mitarbeiter steuerfrei sind und welche nicht
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Besonders beliebt bei vielen Arbeitgebern ist, ihren Mitarbeitern möglichst steuerbefreit Benefits zukommen zu lassen. Leider sind die gesetzlichen Grenzen relativ engmaschig, aber doch gibt es erwähnenswerte Begünstigungen, die steuerlich für den Arbeitgeber absetzbar sind und auf der anderen Seite dem Mitarbeiter zugute kommen. Für den Arbeitgeber ergibt sich die Möglichkeit, sich von anderen abzugrenzen und seinen Mitarbeitern, Wertschätzung und Anerkennung zu schenken. Dies beginnt bereits mit der Verköstigung am Arbeitsplatz. Diese ist nämlich lohnsteuerfrei, ganz egal, ob diese Mahlzeiten im Betrieb selbst z. B. von einer Werksküche oder ­Kantine hergestellt werden oder von einem Caterer oder einer Großküche in den Betrieb geliefert und im Betrieb konsumiert werden.

Regelung gilt pro Arbeitstag

Anders verhält es sich bei Gutscheinen, die ein Arbeitgeber zur Konsumation außerhalb des Arbeitsplatzes abgibt. Hier hat der Gesetzgeber eine Grenze von 4,40 Euro pro Arbeitstag vorgesehen, damit dieses Zuckerl lohnsteuerfrei bleibt. Zahlt ein Arbeitgeber darüber hinaus freiwillig, dann unterliegt der übersteigende Betrag einem sogenannten steuerpflichtigen Sachbezug. Falls solche ­Gutscheine auch für die Bezahlung von ­Lebensmitteln taugen, die nicht sofort konsumiert werden müssen, dann sind nur mehr 1,10 Euro pro Arbeitstag frei. Oft wird auch vergessen, dass pro ­Mitarbeiter und pro ­Arbeitstag nur ein Gutschein ausgegeben werden darf und dies nicht z. B. während eines Krankenstandes oder Urlaubes des Mitarbeiters gilt. Ebenso zu beachten ist, dass nach einer ­Entscheidung des VwGH solche Zuschüsse generell nicht in bar erfolgen dürfen, da dadurch die Steuerfreiheit wieder verloren gänge.

Auch Apps sind erlaubt

Zeitgemäß hat der Gesetzgeber auch darauf reagiert, nicht nur Gutscheine im traditionellen Stile anzuerkennen, sondern auch in digitaler Form. Hier haben sich in den letzten Jahren Unternehmen darauf spezialisiert z. B. Apps zu schaffen, die der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellen kann, um damit die begünstigten Gutscheine in Anspruch nehmen zu können.

Verwendung nur einmal pro Tag

Eine andere Variante sind z. B. auch elektronische Chipkarten. Allerdings muss bei diesen Varianten ebenso sichergestellt werden, dass pro Arbeitstag die Karte nur einmal verwendet wird und z. B. eine Essenkonsumation über die App hochgeladen werden muss. Die Inanspruchnahme eines digitalen Bons und die Vergütung des Arbeitgebers müssen exakt zuordenbar sein.

Beliebte Gutscheine

In Hinblick auf die nahenden Weihnachtsfeiern und die damit oft verbundenen Weihnachts-boni in Form von Gutscheinen oder anderen Geschenken sei erwähnt, dass pro Mitarbeiter ein Freibetrag von 186 Euro/Jahr steuerfrei für Sachgeschenke zur Verfügung steht und für die Weihnachtsfeiern (stellvertretend für alle ­Betriebsveranstaltungen eines Jahres) ein Freibetrag von 365 Euro pro Jahr und Mitarbeiter vorgesehen ist. Gibt jedoch ein Chef mehr als diese 365 Euro für die Weihnachtsfeier aus, dann bleiben zumindest immer diese 365 Euro pro Mitarbeiter steuerfrei.

Hinweis: Freie oder verbilligte Mahlzeiten und Getränke erfreuen sich als Benefit unter Mitarbeitern großer Beliebtheit. Allerdings ist die steuerfreie Grenze von 4,40 Euro pro Tag und Mitarbeiter vom Arbeitgeber zu beachten.

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