ESC: Der Macher hinter den Kulissen

Der Kleinwalsertaler Tommy Schmidle, hier mit Mirjam Weichselbraun auf dem Dornbirner Marktplatz.
Der Kleinwalsertaler Tommy Schmidle, hier mit Mirjam Weichselbraun auf dem Dornbirner Marktplatz. ©W&W/ Handout
Am Samstag findet das große Song Contest-Finale in Wien statt. Der Vorarl­berger Tommy Schmidle, Head of Side Events & Pre-Show, zieht hinter den Kulissen die Fäden. Der Kleinwalser­taler im Wann & Wo-Talk.

Wann & Wo: Bist Du zufrieden mit dem Verlauf des ­Song Contests?

Tommy Schmidle: Ich kann natürlich in erster Linie für meine Bereiche – die sogenannten Side Events, also alle Programme rundum die Show – sprechen und ich habe das Gefühl, der Song Contest aus Österreich und in Wien kommt sehr gut an. So auch die Rückmeldungen der ESC-Reference Group.

Wann & Wo: Was sind die größten Herausforderungen für Dich?

Tommy Schmidle: Den Überblick zu bewahren. Ich wechsle derzeit täglich mehrfach die Location vom Ü-Wagen in die Halle, dann wieder an den Rathausplatz, die Projekte wechseln quasi im Minutentakt. Ansonsten braucht man eine präzise Vorbereitung, ein starkes Team und gute Nerven.

Wann & Wo: Was waren Deine ­persönlichen Highlights?

Tommy Schmidle: Es sind so viele schöne Projekte, die ich leiten darf. Natürlich war die Opening Ceremony mit dem Red Carpet ein Höhepunkt, aber auch die Staatsopern Matinee, weil sie einfach einzigartig war. Heute kommen rund 8000 SchülerInnen, die beim „Eurovision Youth Contest“ mitgemacht haben, aus ganz Österreich – natürlich auch aus Vorarlberg – in die Stadthalle. Besonders am Herzen liegt mir die Pre-Show, mit der wir die Leute in der Halle auf die große Show einstimmen.

Wann & Wo: Hast Du Favoriten?

Tommy Schmidle: Mein Arbeitsplatz ist genau mit dem Rücken zur Bühne, natürlich durch eine Wand getrennt. Ich höre also ständig die Proben und muss grundsätzlich festhalten: Das Niveau ist wieder enorm hoch, viele tolle Songs sind mit dabei.

Wann & Wo: Wie wird Dein ESC-Finalabend aussehen?

Tommy Schmidle: Ich werde wie jeden Tag die Pre-Show begleiten und hoffe, dass die Leute in der Halle dann am Stimmungshöhepunkt sind, wenn die Eurovisionshymne in ganz Europa erklingt. Dann werde ich mir den ersten Teil der Show ansehen und anschließend an den Rathausplatz fahren, wo wir live in die Show schalten – zur Präsentation der österreichischen Votingergebnisse. Im Anschluss werden wir wohl auf hoffentlich erfolgreiche Shows und Tage anstoßen – bei der Aftershow-Party im EuroClub in der Ottakringer Brauerei. Sofern dafür noch genug Kraft ist!

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schmidle1 ©Tommy Schmidle ist beim ESC in Wien für alle Side Events und die Pre-Show zuständig. Credit: W&W/ handout

10 ESC-Hits

Tommy Schmidle stellt seine Allzeit-Favoriten vor:

  • „Volare“: Weiß kaum jemand, aber ein Song Contest-Lied von Domenico Modugno, das zum Welthit wurde. (1958)
  • „Halleluja“: Damit haben Milk & Honey 1979 für Israel gewonnen und bewiesen, wie schön Harmonie und Botschaft zusammen passen können.
  • „Weil’s dr guat got“: George Nussbaumer hat aus meiner Sicht wirklich eine der Song Contest-Nummern geschrie-ben, die am meisten „abgehen“. Eine Sensation! (1996)
  • „Wadde hadde dudde da“: Stefan Raab ist ja neben Ralph Siegel der deutsche Song Contest- König. Wenn dieser Hit gespielt wird, ist gute Laune garantiert. Bei mir zumindest. (2000)
  • „Ne partez pas sans moi“: Die Weltstimme von Celine Dion kombiniert mit einer Musik, die „reingeht“: Ein Erfolg für die Schweiz. (1988)
  • „Insieme“: Die perfekte Botschaft von Toto Cotugno als Europa wieder zusammengewachsen ist. (1990)
  • „Merci, Chérie“: Einer meiner Favoriten und der Start 1966 für Udo Jürgens unvergleichliche Weltkarriere.
  • „Waterloo“: Keine Überraschung, aber einfach eine Nummer, die ihren eigenen Stil hatte, dem ABBA dann treu geblieben ist. (1974)
  • „Poupée de cire, poupée de son“: Wäre ich 1965 schon ge boren gewesen, hätte ich mich in France Gall verliebt.
  • „Calm After The Storm“: Damit haben die Common Linnets bewiesen, dass Song Contest Lieder Radio-Hits werden können. (2014)

Ländle Warm up und Finale am Marktplatz

Der ORF Vorarlberg bietet mit seinen Partnern „wirtschaft“ und Stadtmarketing Dornbirn die „Eurovision Show-Week Vorarlberg“. „Gemäß dem heurigen Song Contest-Motto ‚Building Bridges‘ wollen auch wir eine Brücke nach Vorarlberg schlagen! Wir laden alle ein, dieses gigantische Event über unsere Medien und natürlich live in der ‚wirtschaft‘ und auf dem Marktplatz in Dornbirn mitzuerleben und beim gemeinsamen Schauen richtig Party zu feiern“, so ORF-Landesdirektor ­Markus Klement.

Donnerstag, 21. Mai 2015
„wirtschaft“ Dornbirn, ­­ Beginn 18 Uhr
18.30 Uhr: „Ländle Warm Up!“ mit Vorarlberger Musikszene
20.30 Uhr: Übertragung Eurovision Song Contest-Semifinale 2

• Samstag, 23. Mai 2015
Marktplatz Dornbirn, Beginn 18 Uhr
(bei Schlecht­wetter: Kulturhaus Dornbirn); Moderation: Ulli von Delft
18.15 Uhr: „Folkshilfe“
19 Uhr: Fernsehsendung „Vorarlberg heute“ in ORF 2 live
19.30 Uhr: „The Monroes“
20.30 Uhr: Übertragung Eurovision Song Contest-Finale auf LED-Wand

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