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"Es kommt ein neues Gebäude"

Bregenz - Als "richtungsweisend" wurde die zweite Sitzung der Arbeitsgruppe zum neuen Hafengebäude im Vorfeld bezeichnet – zumindest von den Kritikern des Projekts.

Denn sowohl SPÖ-Stadtrat Klaus Kübler als auch Karl-Heinz Marent von „Bregenz denkt“ kündigten an, ohne entsprechendes Ergebnis die Arbeitsgruppe verlassen zu wollen. Und dem letzten Termin am 11. September demonstrativ fern zu bleiben.

Freude bei Kritikern

Und doch konnten die Kritiker besänftigt werden. „Zuerst hat es nicht so ausgesehen“, erklärt Marent. „Aber es kommt ein neues Gebäude.“ Bereits bei der nächsten Sitzung sollen den Teilnehmern die ersten Details präsentiert werden. „Es sieht so aus, als ob ein Kompromiss gefunden wurde“, sagt Marent. Mit dem Sitzungsverlauf sei er jedenfalls sehr zufrieden – es habe eine offene Diskussion stattgefunden. Und auch Kübler zeigt sich einverstanden. „Die Pergola ist gestorben.“ Es werde mehr Grünflächen und Erholungsraum geschaffen. „Das neue Hafengebäude soll wesentlich kleiner ausfallen“, erklärt er.

„Haben Grenzen“

Elmar Nägele, Sprecher des Architektenteams, möchte die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppe indes nicht kommentieren – er halte sich an die im Vorfeld vereinbarte Verschwiegenheit. Ebenso der Bregenzer Vizebürgermeister Gernot Kiermayr (Grüne) und der Moderator der Arbeitsgruppe, Walter Fink. Obwohl bereits zahlreiche Änderungen am Siegerprojekt vorgenommen worden seien, kann sich Nägele nach wie vor mit dem Projekt identifizieren. „Wir haben aber gewisse Grenzen und wir müssen konsequent hinterfragen: Ist das noch unser Projekt?“, erklärt er. Und diese Grenze verlaufe auch beim neu geplanten Hafengebäude. Sollten sich so wesentliche Aspekte wie der Standort ändern, werde man sich von diesem Projekt verabschieden. „Das war ein wesentliches Kriterium der Entscheidung zugunsten unseres Vorschlags. Wenn das nicht mehr der Fall ist, haben wir zu Unrecht gewonnen“, betont der Architekt. Auch in Hinblick auf die städtebaulichen Maßnahmen sehe man gerade die Platzierung des neuen Hafengebäudes neben, anstelle von quer zu den Schiffen – als zentralen Punkt. So werde die Sicht auf die Stadt-Silhoutte nicht verdeckt. „Wenn das neue Hafengebäude an einen anderen Platz kommt, dann funktioniert das nicht mehr“, sagt Nägele. Grundsätzlich seien jedoch manche Diskussionen der vergangenen Wochen für die Architekten „nicht nachvollziehbar“. „Wir haben uns schon oft die Frage gestellt, ob es um die Sache oder Parteipolitik geht“, erklärt Nägele. Er wünsche sich, dass die Politik mehr „Entscheidungsmut“ aufbringen würde.

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