Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Es gärt im Dornbirner Pflegeheim

©VMH/Sonja Kamper
Dornbirn - Anonyme Kritik an Führungsstruktur im 2. Stock des Dornbirner Pflegeheims – Das Rathaus reagiert empört.

Im Pflegeheim Höchster Straße ist Feuer am Dach. In einem anonymen E-Mail an die Mitglieder des Stadtrates werden schwere Vorwürfe gegen die Führungsstruktur im 2. Stock erhoben. Unter anderem wird der Leiterin ein rüder Umgang mit Bediensteten unterstellt, der eine Kündigungswelle ausgelöst habe. „Bitte, helfen Sie uns“, appelliert die Verfasserin oder der Verfasser des Schreibens an die Stadt- und Landespolitik einzugreifen, um Ruhe ins Haus zu bringen. Die Liste der Vorwürfe ist lang. Da ist die Rede von Mobbing, von Versetzungswünschen, Krankenständen, Burnout-Syndromen oder von Kündigungen langgedienter und engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, „weil sie es nicht mehr ausgehalten haben“.

Von Kritik überrascht

Dr. Gabi Sprickler-Falschlunger zeigte sich gestern von der Kritik nicht überrascht: „Das Klima ist tatsächlich vergiftet. Vom Stammpersonal, das vor zwei Jahren auf der Station arbeitete, haben zwei Drittel gekündigt.“ Die Gesundheitssprecherin der Dornbirner SPÖ kennt die Situation aus eigener Erfahrung, denn sie ist ärztliche Betreuerin von vier Patienten in der genannten Abteilung und somit regelmäßig im Haus unterwegs. „Den Bediensteten wurde sogar verboten, mit mir über ihre Sorgen zu reden“, ärgert sich Sprickler-Falschlunger über einen offensichtlichen Druck von oben. Dass es auch anders funktionieren kann, zeigen, so Sprickler-Falschlunger, die anderen Abteilungen im Haus: „Dort sind alle zufrieden und das Betriebsklima ist ausgezeichnet.“ Bürgermeister Wolfgang Rümmele, politischer Referent für die Pflegeheime, ließ gestern über die zuständige Abteilungsleiterin MMag. Elisabeth Fink-Schneider ausrichten, dass viele der aufgestellten Vorwürfe nachweislich unrichtig seien. Außerdem werde der Anschein erweckt, dass das Mail von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Station verfasst worden sei. Niemand wisse, wer tatsächlich dahinter stecke, kann Fink-Schneider diese Art des Protestes nicht akzeptieren. Dieser Meinung ist auch SP-Stadtrat Mag. Gebhard Greber. Von anonymen Mails hält er wenig, vor allem dann, wenn Einzelpersonen an den Pranger gestellt werden. Allerdings seien Klagen des Personals schon länger bekannt. Er fordert den Bürgermeister auf, diese ernst zu nehmen und etwas zu unternehmen. Rümmele will nun eine Krisensitzung einberufen.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Dornbirn
  • Es gärt im Dornbirner Pflegeheim
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen