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"Es geht um die Zukunft unserer Jugend!"

Feldkirch - Die sofortige Abschaffung der Lehrlingskündigung, mehr Engagement von Wirtschaft und Politik bei der Schaffung neuer Lehrstellen sowie die enge Einbindung von Egon Blum bei Fragen der dualen Ausbildung sowohl auf Bundes- als auch Landesebene fordert AK-Vizepräsidentin Manuela Auer anlässlich des heutigen "Tag der Lehre".

Die steigende Lehrstellenlücke in Österreich dürfe nicht „einfach hingenommen werden“, betont Auer. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise müsse alles getan werden, um jungen Menschen Sicherheit und eine berufliche Perspektive zu geben.

Die Wirtschaftskrise hat die Aussichten für junge Menschen, die eine Lehre beginnen möchten, weiter verschlechtert. Während es im August im Jahresvergleich um 30% mehr Lehrstellensuchende in Vorarlberg gab, reduzierte sich das Lehrstellenangebot um 6,5%. Die Folgen dieser Lehrstellenlücke: Die Zahl der Erstjahr-Lehrlinge ist dramatisch gesunken, in Vorarlberg um 4,5, in anderen Bundesländern gar um bis zu 17%.

“Unternehmen in der Pflicht”

„Vor allem die Unternehmen sind angesichts dieser Zahlen gefordert, wieder mehr in die duale Ausbildung zu investieren und neue bzw. zusätzliche Lehrlinge aufzunehmen“, so Auer. Dies sei nicht nur im Interesse der Jugend, sondern auch der Wirtschaft. „Denn spätestens nach der Wirtschaftskrise wird die Nachfrage nach gut ausgebildeten FacharbeiterInnen wieder massiv ansteigen“, ist sich die AK-Vizepräsidentin sicher.

“Brauchen zusätzliche Lehrstellen”

Die Politik müsse die Unternehmen bei der Schaffung zusätzlicher Lehrstellen aktiv unterstützen und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Konkret fordert Auer:  

  • die sofortige Abschaffung der Lehrlingskündigung und die rasche Umsetzung der Jugendausbildungsgarantie,
  • die Umsetzung der von Egon Blum vorgeschlagenen Erweiterung des Blum-Bonus II um einen Zusätzlichkeitsbonus für jene Unternehmen, die ihre Lehrlingszahl erhöhen und einen Treuebonus für Betriebe, die ihre Lehrlingszahl halten,
  • die enge Einbindung von Egon Blum bei Fragen der dualen Ausbildung sowohl auf Bundes- als auch Landesebene,
  • die Schaffung zusätzlicher Lehrstellen in den Gemeinden und „landeseigenen Betrieben“. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise muss die öffentliche Hand ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und mehr in die Ausbildung und Qualifikation unserer Jugend investieren.
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