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Es darf und soll gesungen werden

"Singen bitte" heißt es ab Freitag bei fünf öffentlichen Singveranstaltungen in ganz Vorarlberg. Leiter ist Ulrich "Gaul" Gabriel. Video-Interview mit Gaul

NEUE: Warum sollen die Menschen singen?

Ulrich Gabriel: Weil es die natürlichste und die einfachste Art ist, Musik zu machen. Dazu ist es erwiesen, dass sich das Singen positiv auf das Gemüt auswirkt. Man wird durch das Singen nicht traurig, sondern seelisch ausgeglichen. Weiters wird dadurch auch die Durchblutung gefördert und das Singen in der Gemeinschaft gibt ein Gefühl, das man positiv verwerten kann.

NEUE: Und es soll wohl auch Spaß machen?

Ulrich Gabriel:Es soll vor allem Spaß machen und bei meinen Veranstaltungen muss man nicht singen können.

NEUE: Gibt es Menschen, die nicht singen können?

Ulrich Gabriel:Es gibt Leute, die sich schwer tun, in derselben Tonlage mitzusingen, allerdings ist das eine Minderheit und das ist korrigierbar, wenn man will. Und es gibt Menschen, die nie gesungen und eine Abscheu davor haben, dann wird es auch schwierig. Singen ist immer noch eine sehr persönliche Äußerung. In einer Gemeinschaft kann man aber trotzdem mitsingen.

NEUE: Wurde früher mehr gesungen als jetzt?

Ulrich Gabriel:Durch die elektronischen Musikträger ist das persönliche Musizieren zurückgegangen. Das Singen selber ist aber nicht grundsätzlich weniger geworden. In der Kirche wird noch gesungen, außerhalb haben sich die Möglichkeiten reduziert. Zudem ist der Gruppengesang durch die NS-Zeit in Verruf geraten, weil er auch politisch benützt werden kann und das Singen zu Hause hat sicher nachgelassen.

NEUE: Warum?

Ulrich Gabriel:Ich glaube, dass das mit dem Wohnbau zu tun hat. Die Wände sind höriger geworden. In den Familien wird zu Weihnachten gesungen und dann noch eine Strophe von „Happy birthday“.

NEUE: Wollen Menschen singen?

Ulrich Gabriel:In der Schule sind Kinder und Jugendliche zu begeistern, die wollen das. Allerdings lässt das mit etwa 15 Jahren schnell nach. In unserem Kulturkreis gibt es ein riesiges Liedgut, das wert ist, dass man es wieder singt.

NEUE: Wird dieses Liedgut in den Veranstaltungen gesungen?

Ulrich Gabriel: Ja, die Betonung liegt sicher auf dem Volkslied, aber wir singen auch englische Lieder oder einen Schlager. Und man bekommt um einen Euro ein Singbüchlein mit 13 Liedern, ansonsten ist der Eintritt frei. Die Veranstaltungen sind eine Fortsetzung des „Lockeren Singens“, das ich früher veranstaltet habe und durch die Anwesenheit des Landeshauptmannes bei der ersten Veranstaltung heute Abend auch offizielles Landesregierungsprogramm. BRIGITTE KOMPATSCHER

FAKTEN UND TERMINE

„Singen bitte! – Mit Gesang ins Wochenende“ unter der Leitung von Ulrich Gabriel wird gemeinsam mit der Landes-Abteilung „Kinder in die Mitte“ veranstaltet. Fünf Veranstaltungen an fünf Freitagen um 17 Uhr finden in diesem Herbst statt.

Weitere fünf Veranstaltungen sind jeweils für das Frühjahr und den Herbst 2007 geplant. Eingeladen sind Menschen aller Altersklassen. Termine: Heute, ORF Dornbirn. 27. Oktober, Hauptschulsaal Blons. 3. November, Domizil Egg. 10. November, Kolpinghaus Bregenz. 24. November, Haus der Begegnung Frastanz. Die Singabende beginnen jeweils um 17 Uhr und dauern eine Stunde.

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