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Erster Taliban vor US-Tribunal

Ein 31-jähriger zum Islam konvertierter Australier soll sich in den USA als erster Angeklagter vor einem der neu geschaffenen Militärtribunale verantworten müssen.

Das verlautete am Donnerstag (Ortszeit) aus dem US-Verteidigungsministerium (Pentagon). Der Mann wird des versuchten Mordes und der militärischen Unterstützung von Terroristen beschuldigt.

David Matthew Hicks aus den Reihen der radikal-islamischen Taliban war im Dezember 2001 in Afghanistan von US-Soldaten gefangen genommen worden und kam in das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba. Die australische Regierung hat sich bereits mehrfach um seine Freilassung bemüht.

Wie aus dem Pentagon weiter verlautete, könne Hicks bei einer Verurteilung seine Strafe in einem australischen Gefängnis antreten. Ihm drohe nicht die Todesstrafe. Das Verfahren soll in diesem Sommer eröffnet werden.

Das Oberste Gericht der USA hat im Juni vergangenen Jahres die bisherigen Militärtribunale gegen Guantanamo-Häftlinge gestoppt und erklärt, dass sie gegen amerikanisches Recht und gegen das Völkerrecht verstoßen. Der US-Kongress hat daraufhin ein neues Gesetz verabschiedet, das die Beurteilung der dort festgehaltenen Terrorverdächtigen durch Militärkommissionen vorsieht.

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