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Erster Einkaufssamstag: Vorarlberger Handel voller Zuversicht

©Elisabeth Meznar/ www.meznar-medi
Angesichts strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von elf, zwölf Grad gab es für die Konsumenten in Vorarlberg kein dringendes Bedürfnis, "unter das Dach" eines Einkaufszentrums zu fliehen.

Die Profiteure des ersten Einkaufssamstags waren eindeutig die Innenstädte. Insgesamt ist das Weihnachtsgeschäft sehr positiv angelaufen.

“Wir hatten einen ganz starken Vormittag”, freute sich Alexander Plakolm, “wir waren vom Wetter begünstigt.” Auch ein Kinder- und Familienshowprogramm am Weihnachtsmarkt in der Bludenzer Altstadt habe sich bei Frequenz und Kauflust bezahlt gemacht: “Es wird nicht nur geschaut, es wird bereits viel gekauft und reserviert.”

Über der Ill, in der Nachbargemeinde Bürs im Einkaufszentrum “Zimbapark”, bestätigt Geschäftsführer Walter Simma die Aussagen, allerdings mit etwas anderen Vorzeichen. Die Kundenfrequenz habe hier erst gegen Mittag “so richtig” eingesetzt, am Nachmittag dann aber Vorjahresniveau erreicht. Und: “Man merkt es heuer sehr, dass die Kunden noch eher vergleichen und stark auf Informationen aus sind.”

Über dem Vorjahr sind jedoch Verkäufe von Geschenkgutscheinen, da setzt sich der langjährige Trend fort. Und überraschend hoch ist das Interesse an LCD-Fernsehern und sehr früh in diesem Jahr an Party- und Ballmode.”

“Textil läuft sehr gut, ausgezeichnet auch Accessoires”, bestätigt Rainer Troy von der Bregenzer Wirtschaftsgemeinschaft: “Der Samstag war sehr, sehr gut. Ich bin positiv überrascht.” Auch davon, dass luxuriösere Güter trotz Krisengerede bereits viele Käufer finden. Oder gerade deshalb: “Auf der Bank ist das Geld ja nicht viel wert”, ätzt Troy. Alexander Plakolm, Besitzer eines Uhren- und Schmuckgeschäfts, fasst es in konkrete Kundenstimmung: “Unsere Branche spürt die Krise nicht. Sie hat sich jetzt auch als Alternative zur Geldanlage erwiesen. Durch die Bankenkrise wurden Anfang des Jahres ja Anleger viele enttäuscht.”

Zufrieden bis hochzufrieden gaben sich am späteren Nachmittag auch die meisten Händler in den Innenstädten von Dornbirn und Feldkirch. Feldkirch profitiert traditionell von den Nachbarn in der Schweiz und Liechtenstein, wo in weiterem Umfeld kaum vergleichbare urbane Strukturen vorhanden sind. “Ein Drittel der Frequenz kam heute sicher von auswärts”, so Hannes Jochum von der Werbegemeinschaft Feldkirch, “beim Umsatz vermutlich noch mehr, denn für Schweizer und Liechtensteiner ist die Mehrwertsteuerrückvergütung natürlich ein Anreiz.” Dieses Argument zieht auch für den Dornbirner “Messepark”: Geschäftsführer Burkhard Dünser berichtete von einer – in Relation zum schönen Wetter – guten Parkplatzauslastung und mit Ausnahme des Sporthandels einem für den ersten Weihnachtseinkaufssamstag normalen Kaufgeschehen.

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