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Erste Zeugen einvernommen - Clemens M. verwirrt

Dornbirn, Feldkirch, Salzburg - Am Fünften Tag beim Testamentsfälscherprozess wurden am Landesgericht Salzburg die ersten Zeugen einvernommen. Von Erinnerungslücken bis hin zu erfundenen Aussagen war alles dabei.
Klaus Hämmerle im Interview

Reingard C. machte gleich um 9 Uhr den Anfang. Sie war Kronzeugin der Staatsanwaltschaft und hatte damit eine gewichtige Rolle im Fall Mutschler. Sie belastete die suspendierte Richterin Kornelia Ratz schwer. Bei einem Gespräch zwischen Jürgen H. und Kurt T. soll sie mitgehört haben, wie die beiden über ein Telefonat sprachen. “Du d’Ratz heat agruafa”, soll Jürgen H. zu seinem Kollegen gesagt haben. Sie wäre fast direkt daneben gesessen und hätte alles sehr gut verstanden, meinte C. im Zeugenstand.

Befragungen und Protokolle

Bei ihrem Gespräch hätten sie Reingard C. gar nicht bemerkt. Der Anwalt von Kornelia Ratz, Bertram Grass, versuchte indes die Glaubwürdigkeit der Zeugin zu hinterfragen. Sie sei vergesslich gewesen und hätte immer wieder Fehler bei der Arbeit gemacht, hieß es von Gerichtsmitarbeitern. Weiters auf dem Programm stand Sabine S., die Lebensgefährtin des Hauptangeklagten Jürgen H. Sie machte aber von ihrem Recht Gebrauch die Aussage zu verweigern.

Das “arme Luder” soll erben

Andreas R., Makarius G. und Walter S. konnten sich allesamt nicht mehr an viel erinnern. Nur Walter S. ließ kurz damit aufhorchen, dass er zum Fall Wohlgenannt gehört hätte, dass der Angeklagte Walter M. sein Geld zurückbekäme und die damalige Freundin des verstorbenen Busfahrers etwas erben solle. Nach Worten von M. sei sie ein “armes Luder” gewesen.

Alles Lügen

Clemens M. war der abschließende Zeuge und hatte die wohl intensivste Befragung. Im Mittelpunkt stand bei Richterin Christina Rott das Teilgeständnis, dass M. erst nach einem Monat widerrufen hat. Dabei belastet er Kurt T. und Kornelia Ratz. Heute sagte er zu all dem: “Ich weiß nicht wieso ich das gesagt habe, aber das sind alles Lügen.” Dass diese “Lügen” plausibler klingen als seine heutige Aussage, wie Rott es auf den Punkt brachte, das kann er sich auch nicht erklären.

Der Verhandlungstag zum Nachlesen

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