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Erste Vogelgrippe-Infizierte in Peking

Die neue Vogelgrippe H7N9 breitet sich in China aus. Am Samstag wurde der Erreger erstmals in Peking bei einem sieben Jahre alten Mädchen festgestellt, wie staatliche Medien unter Berufung auf lokale Gesundheitsbehörden berichtete. Alle anderen 48 Patienten, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, kamen aus Schanghai und umliegenden ostchinesischen Provinzen. Elf von ihnen starben.


Bisher hatten die Weltgesundheitsorganisation WHO und das chinesische Gesundheitsministerium nicht von einer Epidemie gesprochen, da die früheren Fälle lokal begrenzt auftraten. Ob sich die Lage mit dem Nachweis des Erregers in Peking ändert, war am Samstag noch nicht klar. Nach Erkenntnissen der Gesundheitsbehörden gibt es keine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch.

Das Mädchen war am Donnerstag mit Fieber, Husten, Hals- und Kopfschmerzen in ein Pekinger Krankenhaus gebracht worden. Nachdem es ihm in der Nacht auf Freitag schlechter ging, wurde es zeitweise auf eine Intensivstation verlegt. Mittlerweile sei es jedoch weitgehend in einem stabilen Zustand, sagte ein Arzt des Krankenhauses. Die Eltern der Kleinen handelten mit lebendem Geflügel in einem Außenbezirk Pekings, sagte der Mediziner als mögliche Erklärung für die Infektion des Mädchens.

Nachdem das Virus bei Tauben in Schanghai festgestellt worden war, hatten chinesische Behörden 20.000 Hühner, Enten, Gänse und Tauben vorsorglich keulen lassen. Märkte wurden geschlossen, Tausende Vögel in anderen Provinzen geimpft. Offenbar konnte dies die Ausbreitung des Virus nicht verhindern.

Unterdessen äußerte sich ein Forscherteam um Mitarbeiter des chinesischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten sehr besorgt über H7N9: “Wir sind beunruhigt über das plötzliche Auftreten dieser Infektionen und die potenzielle Bedrohung für die Bevölkerung”, schrieben die Forscher in einem Artikel für das renommierte Fachblatt “New England Journal of Medicine”.

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