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Erste Stufen zu einer neuen Mitte

v.l.n.r. Bgm. DI Richard Amann, Vizebgm. Günter Linder, LAbg. Dieter Egger, Pfarrer DDr. Thomas Heilbrunn, LR Ing. Erich Schwärzler und die StadträtInnen Edith Mathis und Ing. Arnold Hämmerle.
v.l.n.r. Bgm. DI Richard Amann, Vizebgm. Günter Linder, LAbg. Dieter Egger, Pfarrer DDr. Thomas Heilbrunn, LR Ing. Erich Schwärzler und die StadträtInnen Edith Mathis und Ing. Arnold Hämmerle. ©Stadt Hohenems
Emsbachstufen

Hohenems.Die Emsbachaufweitung ist erfolgt – am Freitag, den 30. April 2010 um 14 Uhr, wurden die neuen Sitzstufen am Schlossplatz gemeinsam mit der Bevölkerung offiziell eröffnet.

Die großen Stufen aus Wachenzeller Dolomit erlauben auf 35 Metern Länge ein gemütliches Sitzen und Verweilen direkt am vorbeifließenden Emsbach. Gerade Kinder zeigten sich von der neuen “räumlichen Mitte der Stadt”, die mit der Initiative Sichere Gemeinden und IfS – Kindgerechte Lebensräume abgestimmt wurde, sichtlich begeistert. So versahen die SchülerInnen der Volksschule Markt bereits am Vormittag den “Emsbachstrand” mit einem “Staudamm” und fröhlich dahinschaukelnden kleinen Booten, bevor nachmittags der offizielle Festakt stattfand: Bürgermeister DI Richard Amann konnte zahlreiche interessierte BürgerInnen begrüßen, insbesondere auch Landesrat Ing. Erich Schwärzler und Pfarrer DDr. Thomas Heilbrun, der die Emsbachaufweitung einweihte. Architekt DI Joachim Scheible gab einen Überblick über die Geschichte des Schlossplatzes und erklärte dessen künftige Konzeption. Für Bewirtung war ebenso gesorgt wie für musikalische Begleitung durch die Bürgermusik.

Ungeteiltes Vergnügen und neue Perspektiven
Eine neue, über drei Meter breite Fuß- und Radwegbrücke erlaubt zusätzlich das bequeme Überqueren des Wassers; eine Teilüberplattung ermöglicht es, weitere Fläche für Veranstaltungen wie den am Donnerstagvormittag stattfindenden Markt zu nutzen. Der historische Hohenemser Schlossplatz wird nicht mehr wie einst strikt durch den Emsbach unterteilt – die Emsbachaufweitung trägt zur Lebensqualität ebenso bei, wie sie optisch anspricht und den Platz als städtisches Zentrum mitdefiniert. Der Bürgermeister zitierte aus dem zur Emsiana-Eröffnung am Vorabend präsentierten “Dialog zu Hohenems” Michael Köhlmeiers: “Jetzt kann man sich mitten in der Stadt an seine Ufer setzen und sich die Sonne auf den Kopf scheinen lassen – damit haben wir uns den Emsbach wieder zum Geschenk gemacht. Dafür danke ich den Stadtplanern.”

Dass diese bauliche Maßnahme durchaus auch ganz ungewöhnliche Perspektiven und Möglichkeiten erlaubt, wird das Festival für Puppen, Pointen und Poesie Homunculus bereits am 13. Mai 2010 um 20 Uhr beweisen: Für eine Freiluftaufführung von “Luigi der Fußballclown” werden die Sitzstufen als “Auditorium” dienen.

Die künftige Verlegung der Landestraße 190 mittels der “Stadtspange” wird noch zusätzlich dazu beitragen, den Schlossplatz vor der bestehenden Kulisse des prachtvollen Hohenemser Renaissancepalastes zu einem noch lebenswerteren Zentrum und “Herz der Stadt” zu machen.

Hochwassersicherer Ausbau
Die Emsbachaufweitung dient gleichzeitig aber auch als wichtige Sicherheitsmaßnahme: Die deutliche Abtiefung und Verbreiterung der Bachsohle wird zusammen mit den bachaufwärts bereits erfolgten Baumaßnahmen zusätzlichen Hochwasserschutz im Zentrum der Stadt gewährleisten. Im Sommer 2005 war der Emsbach auch im Bereich des Schlossplatzes noch über die Ufer getreten. In seiner Rede zur Eröffnung lobte LR Ing. Erich Schwärzler, dass hier den Sicherheitsanforderungen entsprochen, gleichzeitig aber auch eine sehr ansprechende, offene bauliche Lösung gefunden wurde.

Zahlen und Fakten
Länge der Ausbaustrecke: rund 100 Meter
Fläche/Länge der Sitzstufen: 350 Quadratmeter/35 Meter
Verbreiterung der Bachsohle: bis zu 2,6 Meter
Absenktiefe des Emsbaches: zwischen 0,55 und 1,30 Meter
Gesamtaushub: 2530 Kubikmeter
Gesamtkosten: 1.105.800 Euro brutto (davon 150.000 Euro für den hochwassersicheren Ausbau des Emsbaches in diesem Bereich, der von Bund und Land mit je 40 % gefördert wird)

Beteiligte Unternehmen
Büro M+G
Büro Breuß/Mähr
Wilhelm+Mayer
Oberhauser & Schedler
Kelheimer Naturstein
Steinbruch Rhomberg
Helgar Blum

Quelle: Presseaussendung der Stadt Hohenems

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