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Erste Hitzewelle des Jahres: Gefahr für Mensch und Tier

Die erste Hitzewelle rollt über Österreich hinweg.
Die erste Hitzewelle rollt über Österreich hinweg. ©Symbolfoto: VOL.AT/Steurer
Die heißen Temperaturen können sowohl Menschen als auch Haustieren zusetzen, wie mehrere Hilfsorganisationen in Aussendungen betonten. Lebensgefährlich wird es, wenn ein Baby oder Kleinkind im heißen Auto zurückgelassen wird, warnte der ÖAMTC.

Heute, Mittwoch, ist die erste Hitzewelle des Jahres in Österreich angekommen. Der Mensch besteht zu rund 60 Prozent aus Wasser. Das Durstgefühl setzt aber erst dann ein, wenn unser Körper bereits viel Flüssigkeit verloren hat. "Trinken Sie an heißen Tagen zwei bis drei Liter über den Tag verteilt. Ideal sind kühles Wasser, ungesüßte Tees, verdünnte Fruchtsäfte oder auch kalte Suppen. Das hilft den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust durch das Schwitzen auszugleichen", riet Rotkreuz-Chefarzt Wolfgang Schreiber. Finger weg von Alkohol und Koffein - sie belasten den Kreislauf zusätzlich.

ÖAMTC warnt: Hitze im Auto kann tödliche Konsequenzen haben

Die Hitze kann aber auch wirklich gefährlich werden. In einem Fahrzeug kann es bei extremer Hitze etwa rasch bis zu 70 Grad heiß werden. "Leider kommt es immer wieder vor, dass Eltern ihre Kinder bewusst alleine im Auto lassen, um 'nur kurz' etwas zu erledigen. Selbst bei kurzen Besorgungen gilt: Kinder und Haustiere niemals alleine im heißen Auto lassen, selbst wenn das Fenster etwas geöffnet bleibt", warnte ÖAMTC-Expertin Marion Seidenberger. "Das ist sehr gefährlich. Bereits wenige Minuten in einem in der Sonne abgestellten Fahrzeug können ausreichen, damit ein Kleinkind oder Baby kollabiert. Die Hitze birgt eine große Gefahr und kann im schlimmsten Fall tödliche Konsequenzen haben."

Appell an Haustierbesitzer

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten appellierte an alle Haustierhalter und Haustierhalterinnen, während der heißen Tage auf ihre Schützlinge zu achten. "Besonders Hunde müssen an heißen Tagen geschützt werden", sagte Denise Ocampo von Vier Pfoten. Neben schweren Herz-Kreislaufstörungen, die bis zum Hitzschlag führen können, droht auch Sonnenbrand auf unbehaarten Körperstellen wie Nase oder Ohrmuschel. Gassirunden oder sportliche Aktivitäten sollten auf die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegt werden.

Der WWF Österreich warnte angesichts der hohen Temperaturen erneut vor den gesundheitlichen Folgen der Bodenversiegelung - denn unter den hohen Temperaturen leiden vor allem Menschen in stark versiegelten Gebieten. "Unverbautes Grünland, Wälder und Flüsse sind wie eine riesige Klimaanlage. Parkplätze, Straßen, Gewerbeparks und andere verbaute Flächen zerstören diese Gratisleistung der Natur. Gerade dicht verbaute Ballungszentren werden während Hitzewellen zu regelrechten Backöfen, die unsere Gesundheit und Lebensqualität belasten", erklärte Maria Schachinger, Bodenschutzexpertin beim WWF Österreich. Der WWF forderte deshalb einen verbindlichen Bodenschutz-Vertrag, mit dem sich Bund, Länder und Gemeinden dazu verpflichten, den Flächenfraß auf allen Ebenen zu reduzieren.

(APA)

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