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Erschreckende Bilanz in der Sozialhilfe

Bregenz - Erschreckend findet SPÖ-Clubobmann LAbg. Michael Ritsch die jüngst im Sozialpolitischen Ausschuss des Vorarlberger Landtages präsentierte Statistik der Offenen Sozialhilfe. Im Zeitraum von gerade einmal drei Jahren sei die Anzahl der Fälle in der Sozialhilfe von 4.000 auf 5.000, also um ein Viertel, gestiegen.

7,5 Prozent davon seien, so Ritsch weiter, türkische Staatsbürger. “Wenn man alle von Sozialhilfe betroffenen Menschen mit einbezieht, dann ‘leben’ 10.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger davon”, erklärt Ritsch.

Besonders betroffen mache die Tatsache, dass fast 3.400 minderjährige Kinder in Haushalten leben, die Sozialhilfe beziehen müssen. Ritsch fordert deshalb den Landeshauptmann ein weiteres Mal auf, dem Imageprojekt Kinder in die Mitte endlich konkrete Taten folgen zu lassen. Hochglanzbroschüren würden den Kindern herzlich wenig helfen.

Die aktuelle Sozialhilfestatistik belege auch, dass Bildung ein maßgebliches Instrument zur Vermeidung von Armut sei. “96 Prozent der Sozialhilfefälle würden Menschen betreffen, die die Pflichtschule, eine Lehre oder die Handelsschule abgeschlossen haben bzw. deren Ausbildung nicht bekannt ist. Lediglich vier Prozent der Fälle der Sozialhilfebezieher haben einen Maturaabschluss, einen Hochschulabschluss oder sind in Ausbildung“, sieht Ritsch den zentralen Schlüssel zur Vermeidung von Armut in der Bildung.

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