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Erpresser von Liechtensteinischer Landesbank vor Gericht

Rostock, Schwarzach - Weil sie 13 Mio. Euro von der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) erpressen wollten, müssen sich von Freitag an vier Männer vor dem Landgericht Rostock verantworten.

Die Angeklagten im Alter zwischen 41 und 50 Jahren haben nach Angaben der Rostocker Staatsanwaltschaft damit gedroht, gestohlene Kontodaten von 2.325 LLB-Kunden an die Steuerbehörden in Deutschland weiterzugeben, falls die Bank nicht zahlt.

Zuletzt hatten die Anwälte der Angeklagten versucht, ihm Zuge der Liechtensteiner Steueraffäre die Kundendaten der Staatsanwaltschaft anzubieten, um Erleichterungen für ihre Mandanten zu erzielen.

Die LLB zahlte den Erpressern laut Staatsanwaltschaft in zwei Raten rund 9 Mio. Euro. Die Angeklagten hätten im Gegenzug 1.600 Daten zurückgegeben. Gegen eine dritte Rate in Höhe von 4 Mio. Euro sollten im August 2009 weitere 725 Daten zurückgegeben werden. Bevor es dazu kommen konnte, wurde die Bande jedoch verhaftet.

Wie der Kopf der Bande, der mehrfach vorbestrafte Rostocker Michael F. (48), in Besitz der Kundendaten der LLB gekommen ist, konnte die Staatsanwaltschaft bisher nicht ermitteln. Sie vermutet, dass sie von einem ehemaligen LLB-Mitarbeiter stammen, der sie illegal kopiert hatte. Der Mann wurde 2003 festgenommen und inzwischen zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Anfangs soll die Bande um Michael F. versucht haben, von mehreren der in den Unterlagen verzeichneten LLB-Kunden Geld zu erpressen. Als dies aus verschiedenen Gründen scheiterte, wandten sie sich direkt an die Bank in Lichtenstein.

Michael F. wurde im September 2007 mit 425.000 Euro Bargeld auf dem Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel festgenommen, als er zurück in seine Wahlheimat Thailand fliegen wollte. Er hatte bis 2005 unter anderem wegen Totschlags, Raubes, Erpressung und Entführung elf Jahre in Haft gesessen. Im Februar 2008 wurden auch seine drei Komplizen festgenommen.

Für den Prozess sind vorerst sechs Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil wird nicht vor Ende April gerechnet. Wegen Beihilfe zur Geldwäsche wird in einem gesonderten Verfahren auch gegen einen Rostocker Anwalt und gegen die Mutter von F. ermittelt. Sie sollen versucht haben, F. dabei zu helfen, die Herkunft des Geldes zu verschleiern.

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