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Ernste Problematik in Kurzfassung

Lisa Suitner im großen Monolog über das diffizile Thema Suizid.
Lisa Suitner im großen Monolog über das diffizile Thema Suizid. ©Emir T. Uysal
Am Saumarkt gab es einen dramatisierten Monolog über den Suizid.

 

Feldkirch. (sch) Die heimische Theatergruppe „Schau-Spiel-Raum“ präsentierte kürzlich im TAS einen dramatisierten Monolog über das ernste Thema Suizid, eine der häufigsten Todesarten, die leider vom Jugendlichen bis zum Greis alle Lebensalter betreffen kann. Der Titel: „Ablaufdatum. Geschichten eines Clowns“.

Die Feldkircher Künstlerin Lisa Suitner war die Protagonistin des Stücks, das Wolfgang Schnetzer unter Mitarbeit von Aleksandra Vohl, Martin Rüdisser, Roland Adlassnigg, Thomas Kuschny, Gerald Waibel und Michael Heinzel verfasst hat. Schnetzer war auch der Regisseur, der aber bei diesem Monolog zeigte, dass er keine „Theaterpranke“ besitzt. Der Untertitel des Abends lautet „Geschichten eines Clowns“, und es sei eine Kriminalgeschichte, was allerdings hinterfragt werden kann. Denn ist die Forderung nach dem Recht auf den eigenen Tod ethisch wirklich „kriminell“?

 

Hilfe zum Suizid

Paula Köstner (Lisa Suitner) erzählt aus ihrem Leben, das sie vor die Entscheidung gestellt hat, leidenden Menschen zu einem würdevollen Tod zu verhelfen. Selbstredend kam sie dadurch mit dem Gesetz in Konflikt. Gatte John Köstner kann noch denken, ist aber querschnittgelähmt und möchte sterben; Olga, Karl, Mario sind weitere menschliche Schicksale zwischen Leben und Tod. Im Monolog wird mehrmals ein Grundproblem, Sterbehilfe bzw. Beihilfe zum Suizid, angesprochen; aber leider für die Bühne in einer zu oberflächlich-verkürzten Form. Lisa Suitner war gewiss eine Schauspielerin, die neben guter Sprechkultur auch ihre Körpersprache einsetzte, doch konnte der nicht bühnenreife Text insgesamt nicht beeindrucken und wurde der diffizilen Problematik nicht gerecht.

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