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Erhaltung von Kleinschulen bringt Mehrwert

"Familienbild" der Bodensee Parlamentarier-Konferenz.
"Familienbild" der Bodensee Parlamentarier-Konferenz. ©Kantonskanzlei AR
Bregenz/Heiden. (hapf) Bei der heutigen Bodensee Parlamentarier Konferenz im schweizerischen Heiden wurde das von Vorarlberg betreute Projekt „Klein- und Kleinstschulen im alpinen Raum“ präsentiert.

Die Chancen und Risken der Bodenseeregion als „Zwischenraum“ sind heuer das Leitthema der Bodensee Parlamentarier-Konferenz unter dem Vorsitz des Kantons Appenzell Ausserhoden. Bei der heutigen (19. Oktober) Herbsttagung in Heiden präsentierten Landtagspräsidentin Bernadette Mennel und Landtagsvizepräsidentin Gabriele Nußbaumer das von der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg betreute Interreg-Projekt „Klein- und Kleinstschulen im alpinen Raum“.

„Schule im alpinen Raum“ ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Pädagogischen Hochschulen Graubünden, St. Gallen, Vorarlberg und Wallis. Die vier im Projekt teilnehmenden Regionen stehen aufgrund der alpinen Topographie sowie Veränderungen im ökonomischen und sozialen Gefüge im Hinblick auf ihre Regionalpolitik vor ähnlichen Fragestellungen. Im Projekt wird der Betrachtungsschwerpunkt auf die Bedeutung und die Entwicklungschancen kleiner Schulen in den Tälern des Alpenraumes der drei Schweizer Kantone und im österreichischen Bundesland Vorarlberg gelegt.

Entscheidungsgrundlagen für Regionalpolitik

Ziel dieses auf drei Jahre angelegten Projektes war es, Entscheidungsgrundlagen für die Bildungs- und Regionalpolitik zu erarbeiten. Dabei wurden Schulinnovationsprozesse in mehreren kleinen Schulen in alpinen Randlagen untersucht und begleitet. Insgesamt nahmen 45 Grund- und Oberstufenschulen aus den Projektregionen in Vorarlberg sowie den Schweizer Kantonen Graubünden, St. Gallen und Wallis teil.

Mehrwert für Bevölkerung, Dorf und Region

„Kleinschulen bieten Kindern in einem Dorf nicht nur den Vorteil des kurzen Schulwegs. Sie sind identitätsstiftend für Kinder und Erwachsene und ein wichtiger Faktor für die Attraktivität von Dörfern als Wohnort für junge Familien. Ihre Erhaltung stellt einen Mehrwert für die gesamte Bevölkerung, für das Dorf und die Region dar“, betonte Landtagspräsidentin Bernadette Mennel. Die Diskussion über die Schließung von Dorfschulen dürfe daher nicht allein von Kosten und Zahlen bestimmt werden. Geografie, Wirtschaft, Geschichte, soziale Struktur und das soziale Leben der Region spielten eine ebenso entscheidende Rolle.

Die Konferenz befasste sich weiters mit dem von Baden-Württemberg betreuten „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“, den vom Kanton St. Gallen betreuten Projekten „Betrieb eines Fährbetriebes für Fußgänger und Radfahrer“ und „Erlebniswandern in der Welt der Nagelfluh“.

Kantonsratspräsident Ivo Müller zog seitens des Kantons Appenzell Ausserhoden eine insgesamt positive Bilanz des Vorsitzjahres. Das Leitthema „Zwischenräume“ habe spannende Ergebnisse gebracht. Im kommenden Jahr wird der Vorsitz in der Bodensee Parlamentarier-Konferenz vom Freistaat Bayern übernommen.

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