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Erfolgreiches Kenia-Hilfsprojekt

Die Freude bei der einheimischen Bevölkerung über die Projektfortschritte sind groß
Die Freude bei der einheimischen Bevölkerung über die Projektfortschritte sind groß ©Brigitte Dobler
Impressionen von der Farm

Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der Stadt Feldkirch und vor allem auch durch die großartige Hilfe von vielen Freunden,  konnte Brigitte Dobler den weiteren Ausbau der Farm in der Gemeinde Kinondo an der Südküste Kenias realisieren.

Feldkirch. (koe) Zurückgekehrt aus Kenia berichtet die begeisterte Afrika-Unterstützerin von ihrem Hilfsprojekt. “Die Aufzucht von Küken zum Verkauf als Brathähnchen wurde ein voller Erfolg. Somit ist für die Gemeinde diese Hilfe zur Selbsthilfe als Langzeitprojekt effektiv umgesetzt worden”, meint sie stolz über ihr Projekt, welches sie nun schon über sechs Jahre betreut. Die damit verbundenen dauerhaften Arbeitsplätze mit regelmäßigem Einkommen haben den Einsatz aller finanziellen Mittel gerechtfertigt. Im Turnus von sechs Wochen Aufzucht konnten von März  bis Oktober über 3000 Brathähnchen verkauft werden. Somit arbeite die Hühnerfarm nicht nur kostendeckend, sondern auch gewinnbringend.

Stromanschluss
Der verantwortliche Manager vor Ort freute sich mit der engagierten Feldkircherin, dass für die Fischer der Gemeinde vier neue Netze gekauft und eine Wasserleitung  im Farmbereich gebaut werden konnte. Eine besondere Herausforderung war die Verlegung von 12 Strommasten querfeldein durch den Busch bis zur Schule, weiter in die Schneiderei bis zum Farmhaus. Damit können fünf Brunnen  im Gemeindegebiet mit elektrisch betriebenen Pumpen die Wassertanks füllen. Das Wasser wird in den Tanks regelmäßig untersucht und  durch Wasseraufbereitungsmittel keimfrei gehalten. Jetzt haben es die Wasserverkäufer in der Gemeinde viel einfacher und lukrativer, ihre Kanister bei den sauberen Tanks abzufüllen, als mühsam bei den oft verunreinigten, offenen Schöpfbrunnen  hoch zuziehen.

Aufbau der Gärtnerei
Eine weitere Idee von Dobler war es, das brachliegende Gelände  rund um die Hühnerfarm als Gärtnerei  und Baumschule zu nutzen. Der Anbau von lokalen Gemüsearten, Zierpflanzen und die Aufzucht von Kasuarinabäumen kann nun dank der Stromzuleitung und der damit verbundenen Bewässerungsanlage mit Sprinklern das ganze Jahr über betrieben werden und ist unabhängig von Regen und Trockenzeiten. Dafür musste auch das 8000m² große Gelände mit Maschendraht eingezäunt  werden, um weidendes Vieh, Ziegen sowie wild lebende Schweine und Gazellen fernzuhalten. Zusätzlich bewacht ein Askari (Wächter) das Anwesen während der Nacht. Viele freiwillige Helfer aus der Umgebung halfen in tagelanger Arbeit mit, einen großen Teil des Geländes  zu roden, den Boden mit Harken zu lockern und mit Humus anzureichern. Der Anbau von Wassermelonen, Süßkartoffeln, Maniokwurzeln (Cassawa), Tomaten, Chilli, Bohnen, Zwiebeln, Okra Früchte wurde in Etappen begonnen. Weiteres konnten Ananas, Bananen, Mango und Papayabäumchen gesetzt werden. Dank der nun ausreichenden Bewässerung kann durchschnittlich alle 3 Monate Gemüse geerntet werden. “Auch für Maisanbau ist noch genügend Platz. Mais bildet das Grundnahrungsmittel der Region. Ugali, ein Polenta ähnliches Gericht wird mehrmals täglich frisch zubereitet”, berichtet Dobler weiter. In einer anderen Ecke des Geländes werden Zierpflanzen wie Hibiskus, Bougainvilleas sowie diverse Palmenarten und einheimische blühende Sträucher und Stauden gezüchtet. Daneben entstand eine Baumschule für eine der wichtigsten Nutzholzbäume der Region, den Kasuarinen.

Es gibt noch viel zu tun
Der Bau von Toiletten mit Duschplatz und Waschbecken für die Farmersfamilie (ein Ehepaar mit drei Kindern und Opa ) sowie für alle Beschäftigten (zwei Gärtner und 3-5 Helfer)   wird bald realisiert. Ein kleines Häuschen für die Familie befindet sich ebenfalls in Bau. Bisher diente eine Holzhütte mit aus Palmblättern gefertigtem Makutidach als Unterkunft während des Tages. Bis Februar 2013  werden die Leute  ständig auf der Farm wohnen und die Kinder können dann die benachbarte Schule und den Kindergarten  besuchen. Auch ein Erweiterungsanbau des Hühnerhauses wird bald realisiert werden. “Die Grabung eines neuen Brunnens sowie der Bau des dazugehörigen Wasserturms mit einem 2300 l fassenden Wassertank neben der Schneiderei war ein weiterer erfolgreicher Programmpunkt , der durch eine großzügige Spende eines Freundes verwirklicht werden konnte”, darüber freut sich Brigitte Dobler besonders. Ein Schneiderin hatte die Idee, evt. eine Wäscherei und Büglerei  zu betreiben und so wieder neue Einnahmequellen für das Projekt zu lukrieren. In dem kleinen Laden der Schneiderei  steht auch die Tiefkühltruhe. Hier kann gegen eine kleine Gebühr  Fleisch und Fisch tiefgekühlt werden, sogar Wasserfruchteis  wird hergestellt und verkauft. Schnell gingen für Brigitte Dobler vier intensive und arbeitsreichen Wochen zu Ende.  Bei ihrem Abschied feierten alle Familien und Nachbarn mit den anwesenden Freunden und Unterstützern aus Österreich ein ausgelassenes afrikanisches Fest auf der Farm.

Wer das Projekt „Ich helfe in Kenia” unterstützen möchte:
Spendenkonto Bank Austria Creditanstalt, BLZ: 12000, Kontonummer: 50130091278

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