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Erfolge im Drogenkampf

Bregenz, Wien -  Die Drogenbekämpfung durch die Polizei funktioniert: 13,4 Prozent mehr Anzeigen als im Jahr 2008.

Anlässlich des Suchtmittelberichtes für 2009 zieht Innenministerin Dr. Maria Fekter eine positive Bilanz. Im vergangenen Jahr konnten in Österreich Drogen im Schwarzmarktwert von rund 39 Millionen Euro sichergestellt werden, was einer Steigerung von etwa 56% im Vergleich zu 2008 entspricht. Dabei gab es 22.729 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz, davon knapp ein Viertel gegen Fremde. Diese Entwicklung wirke sich auch stark auf die Gesamtkriminalität aus, da Delikte im Zusammenhang mit der Beschaffung von Drogen eingedämmt werden konnten.

Wenig Steigerung in Vorarlberg

Österreichweit liegt Vorarlberg bei den Anzeigen weit unter dem Durchschnitt. Hier stieg die Zahl der Anzeigen nur um knapp 6%. Vor allem der Trend zu Cannabis hält weiter an, so sind die sichergestellten Mengen im Jahresvergleich um 45% gestiegen. Cannabisprodukte und auch die meisten anderen Drogen finden hauptsächlich über die Schweiz ihren Weg nach Vorarlberg. Ein Teil der Konsumenten versorgt sich auch über Eigenproduktion als Betreiber von Indoor-, sowie Outdooranlagen. 2009 wurden um ca. 10% mehr Cannabispflanzen sichergestellt als im Jahr davor. Drastisch sind die Entwicklungen bei Heroin und Kokain. So lagen die Sicherstellungen von Heroin mit +37% nur knapp unter dem österreichischen Schnitt, die von Kokain stiegen gar um mehr als das Sechsfache. Sogenannte Partydrogen wie Ecstasy oder LSD, die in Ostösterreich häufiger konsumiert werden, spielen in Vorarlberg nur eine untergeordnete Rolle. Der immer weiter steigende Drogenkonsum von unter 18-Jährigen ist auch in Vorarlberg äußerst besorgniserregend. Besonders bei Heroin werden die Konsumenten immer jünger, weil sich die Jugendlichen der Gefährlichkeit der Droge offenbar nicht bewusst sind und immer sorgloser damit umgehen. Nicht nur deshalb strebt das Innenministerium eine weitere Reduzierung des Angebots in Österreich an.

Transit statt Produktion

Da Österreich aufgrund der geografischen Lage auch in diesem Bereich ein Transitland ist, bezeichnet Fekter die Bekämpfung des Drogenschmuggels als eine der wichtigsten Säulen im Kampf gegen Drogenkriminalität. Auf diesem Wege erfolge nämlich auch der Hauptteil der Versorgung im Inland.

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