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"Er sagte, er sei Masseur"

Libanese (30) belästigt Studentin (25) sexuell in der Sauna. Aus einer harmlosen Fußmassage wurde eine erotische Ganzkörperbehandlung. Urteil: 7200 Euro Geldstrafe.

In der Sauna eines Bregenzer Fitness-Studios ging es heiß her. Ein Libanese (30) folgt einer Blondine (25) in die leere Saunakabine und bietet ihr eine Fußmassage an. Die Studentin legt sich auf den Rücken und lässt sich massieren.

Plötzlich gleitet der Saunaboy mit seinen Händen höher. Er streift ihren Intimbereich, ihre Brüste und nimmt ihre Zehen in den Mund. „Hör auf damit, das darf nur mein Freund“, wehrt sich die Blondine. Sie dreht sich auf den Bauch und der Libanese setzt sich rittlings auf sie.

„Darf ich mal kurz?“ fragt er. Die Saunagängerin spürt seinen erigierten Penis und bemerkt plötzlich auch etwas Feuchtes auf ihrem Rücken.

„War es Samen?“, fragt Richter Peter Mück beim Prozess am Landesgericht Feldkirch. „Ich denke ja, es kann aber auch Schweiß oder Luftfeuchtigkeit gewesen sein“, gibt die Studentin zu.

Samen oder Saunadämpfe?

„Warum lassen Sie sich von fremden Männern anfassen?“, will der Richter wissen. „Er sagte, er sei Masseur. Ich kannte ihn aus dem Fitness-Studio“, antwortet die hübsche junge Frau.

Der Angeklagte streitet die Vorwürfe ab. Er habe die Zeugin nicht berührt, geschweige denn massiert. Sein Verteidiger German Bertsch fragt das Saunaopfer: „Sind Sie sicher, dass Sie die Behandlung meines Mandanten nicht genossen haben? Sie wollten doch eine Massage.“

Eine Fußmassage hätte sie haben wollen, jedoch keine erotische Massage. „Warum sind Sie nicht einfach aufgestanden und gegangen?“ Rechtsanwalt Bertsch kann das Verhalten der Studentin nicht verstehen.

Der Libanese gibt an, dass seine Saunabekanntschaft bereit gewesen wäre, auf die Anzeige zu verzichten, wenn er ihr 1500 Euro gezahlt hätte. „Das stimmt nicht“, meint die Blondine. Sie habe ihn nach dem Vorfall lediglich gebeten, vor ihr zu knien und sich zu entschuldigen. Ein anderer Vorfall, der zusammen mit der Saunaepisode verhandelt wird, kommt zur Sprache.

Drei Schüler sagen aus, dass sie den Saunaboy öfters bei sich im Garten haben herumstreifen sehen. Als sie ihn zur Rede stellten, sei er aggressiv geworden und habe sie bedroht. „Aber nur, weil einer der Schüler mir eine schwarze Pistole an den Kopf gehalten hat“, verteidigt sich der Angeklagte.

Richter Peter Mück schenkt dem Vorbestraften keinen Glauben. Er verurteilt den Libanesen wegen zweifacher Verleumdung und wegen sexueller Belästigung. Der angebliche Masseur muss nun eine Geldstrafe in Höhe von 7200 Euro zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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