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Skinheads versuchten Demo zu stören

Ohne schwerwiegende Zwischenfälle ist am Samstagnachmittag die Demonstration einer etwa 200 Personen starken linksgerichteten Gruppierung in Dornbirn gegen 17.30 Uhr zu Ende gegangen.

Rund 70 Skinheads versuchten zwar immer wieder, den Marsch der Demonstranten zu stören, doch gelang es den etwa 150 Exekutivbeamten aus Vorarlberg und Tirol, die Situation unter Kontrolle zu behalten. Etwa 20 der Skinheads wurden vorübergehend festgenommen, bestätigte die Sicherheitsdirektion auf APA-Anfrage.

Die gegen Faschismus und rechte Gewalt gerichtete Demonstration konnte erst mit rund dreiviertelstündiger Verspätung beginnen, da sich auf dem Dornbirner Marktplatz 70 Skinheads getroffen hatten, um auf die Demonstranten zu warten. Nachdem die Rechtsextremisten von der Gendarmerie aufgefordert worden waren, die nicht genehmigte Versammlung zu beenden, marschierten die Skinheads zum Bahnhof, dem Ausgangspunkt der Demo. Von dort aus setzte sich der Zug der Linkssympathisanten in Bewegung. Die Gendarmerie-Beamten konnten die beiden Gruppen in einem Abstand von rund 150 Metern voneinander fern halten.

Die Bezirkshauptmannschaft Dornbirn hatte keine Gründe gefunden, den Marsch der linksgerichteten Gruppierung zu untersagen. Die Gruppe hat schon in den vergangenen Jahren stets um die Zeit des Novemberpogroms von 1938 Anti-Faschismus-Demos durchgeführt. Die Sicherheitsdirektion hat mit einer Gegendemonstration von Rechtsradikalen gerechnet, da in den vergangenen vier Wochen insgesamt drei Skinhead-Märsche verboten wurden. In diversen rechtsextremistischen Internet-Foren war zu Präsenz in Dornbirn aufgerufen worden.


Einige Skinheads wurden vorübergehend festgenommen, wie Bezirksgendarmeriekommandant Fritz Gruber auf “VN”-Anfrage bestätigt. Den Linken – sie zogen vom Bahnhof zum Marktplatz – stellten sich 70 Skinheads in den Weg. Die Einsatzkräfte machten den Weg frei, kesselten die Skins am Marktplatz ein. “Bei den Linken haben wir Vierkanthölzer und Benzinkanister sichergestellt”, sagt Major Gruber. Das Benzin war für das Stromaggregat der Lautsprecheranlage bestimmt. Zu Ausschreitungen kam es nicht, um 22 Uhr konnte der massive Exekutiveinsatz beendet werden. Die Sicherheitsdirektion dokumentierte die Vorgänge.

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