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Nordkenia: Verheerende Dürrekatastrophe

Seit fünf Jahren warten die Menschen in Kenia auf Regen. Durch die Dürre sind bereits 70 Prozent des Viehbestandes zu Grunde gegangen. Rund 3,5 Millionen Menschen in dem Land sind betroffen.

Das schilderte Michael Landau, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien, am Freitag in einer Pressekonferenz. Die Caritas Nothilfe versucht mit Wassertransporten und Lebensmittelverteilung zu helfen und appelliert an die Spendenbereitschaft der Österreicher.

Für die Nomaden im Norden Kenias hat die anhaltende Dürre verheerende Folgen: ihre Weiden verdorren, das Vieh stirbt. Damit fehlt Milch, die für die Nomaden, vor allem für die Kinder, Hauptnahrungsmittel ist. Schon zu Jahresbeginn haben Hilfsorganisationen, die UNO und auch die kenianische Regierung vor einer Hungerkatastrophe gewarnt. Die derzeitigen Niederschlagsmengen sind zu gering, damit sich eine Besserung einstellen könnte.

Die Caritas hilft derzeit in Marsabit, einer Provinz in Kenia, fast so groß wie Österreich. Durch Wassertankwagen mit 8.000 Liter Fassungsvermögen und unterirdische Wassertanks, in denen jeweils bis zu 150.000 Liter Regenwasser gespeichert werden, kann das Überleben für bis zu 40.000 Menschen gesichert werden.

Das internationale Caritasnetzwerk unterstützt in Kenia mehr als 170.000 Menschen mit Essenspaketen, Zusatznahrung für die Kinder, Saatgut, Vieh und Bewässerungssystemen. Bisher hat die Caritas Österreich 85.000 Euro beigesteuert. Mehr finanzielle Mittel erhofft sie sich durch die August-Sammlung. „Mit 15 Euro kann eine Familie einen Monat lang mit Nahrung versorgt werden. 20 Euro kostet eine Ziege, 200 Euro ein Kamel“, erklärte Landau.

Die nächsten Regenfälle werden frühestens Ende Oktober erwartet. Aber in den kritischen Zonen werde auch das nicht ausreichen. Nach Angaben der Caritas dauert es noch mindestens bis Mitte 2007 bis sich die Familien wieder selbst ernähren können. „Ziel unserer Arbeit ist, dass die Menschen nicht langfristig von dieser Hilfe abhängen, sondern wieder auf eigenen Beinen stehen. Dazu brauchen sie ihre Lebensgrundlage, genügend Vieh“, so Landau weiter.

Der ausbleibende Regen ist nicht die alleinige Ursache der Hungerkatastrophe. Auch Armut, unzureichende politische Strukturen, Korruption und Verschuldung tragen zur Katastrophe bei, erklärte Christoph Petrik-Schweifer, Caritas Generalsekretär für Auslandshilfe. Deshalb sei auch die internationale Gemeinschaft gefordert, damit die Situation langfristig verbessert werden kann.

(S E R V I C E – Caritas-Spendenkonto: PSK 7.700.004, BLZ 60.000, Kennwort: August-Sammlung, Online spenden: http://www.caritas.at)

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