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Ukraine: Fall Gongadse

Der russische Milliardär Boris Beresowski will dem ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko persönlich zehn Tonaufnahmen zum Mord am Journalisten Georgi Gongadse aushändigen.

Das berichten ukrainische und russische Medien, die sich auf Aussagen des Leiters der parlamentarischen Untersuchungskommission, Grigori Omeltschenko, berufen. Bereits in der vergangenen Woche hatte der im Londoner Exil lebende Beresowski über zwei Vertraute Mitschnitte aus den Räumen von Ex-Präsident Leonid Kutschma der Kiewer Justiz übergeben lassen. Omeltschenko erklärte laut der Online-Nachrichtenseite „Forum“ zudem, es gebe vier neue Zeugen in dem Mordfall.

Er habe sich mit den neuen Zeugen getroffen. Sie seien zu einer Aussage bereit, falls sie geschützt würden, sagte Omeltschenko laut „Forum“. Einer der Zeugen soll demnach ebenfalls im Besitz von Tonbandaufnahmen sein, über die ursprünglich Kutschmas ehemaliger Leibwächter Nikolaj Melnitschenko verfügte und die eine angebliche Verwicklung Kutschmas in den Journalistenmord belegen sollen. Hierbei beruft sich „Forum“ auf einen Bericht der russischen Online-Zeitung „Gazeta.ru“.

„Beresowski sagt, er will nicht der Erpressung verdächtigt werden. Deshalb will er die Aufnahmen dem ukrainischen Präsidenten persönlich übergeben“, sagte Omeltschenko laut „Forum“ in einem Interview mit der Nachrichtenagentur „Interfax-Ukraine“. „Er stimmt zu, befragt zu werden, wenn sich die Staatsanwaltschaft offiziell an ihn wendet. Nun wird die Frage eines ukrainischen Visums für Beresowski diskutiert.“ Nach Angaben der russischen Agentur „RIA Novosti“ ist Omeltschenko am Montag von einer Reise nach London zurückgekehrt. Dort habe er Beresowski getroffen.

Der regierungskritische Gongadse war im September 2000 verschwunden und zwei Monate später tot aufgefunden worden. Die Veröffentlichung von Melnitschenkos Tonbändern hatte in der Ukraine Massenproteste gegen den damaligen Präsidenten Kutschma ausgelöst. Melnitschenko hatte Teile der Tonbänder weitergegeben, unter anderem an Beresowskis Stiftung für Bürgerrechte. Seit dem Amtsantritt des neuen ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko wurden erneut Ermittlungen in dem Fall aufgenommen.

Beresowski hatte einst die Präsidentschaft von Russlands Präsident Wladimir Putin unterstützt, ist mittlerweile jedoch zum erbitterten Gegner des Staatschefs geworden. In Russland wird er wegen angeblicher Betrugsgeschäfte und Verbindungen zur Mafia gesucht.

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