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"Energiezukunft Vorarlberg": Wichtiger Meilenstein erreicht

Bregenz - Großer Schritt hin zur "Energiezukunft Vorarlberg": 90 Expertinnen und Experten präsentierten Freitag Abend in Dornbirn ihre Ideen für eine nachhaltige Energieversorgung des Landes bis ins Jahr 2050.

Diese hatten sie in den vergangenen Monaten in neun „Werkstätten” des Projekts „Energiezukunft” erarbeitet. Umweltlandesrat Ing. Erich Schwärzler bezeichnete die Konferenz in der inatura in Dornbirn als „wichtigen Meilenstein”.

Eine Versorgung des Landes allein aus erneuerbaren Energieträgern: Das ist das Ziel des Projekts „Energiezukunft Vorarlberg” der Vorarlberger Landesregierung. „Langfristig ist das machbar, wenn wir eine Effizienzrevolution schaffen und die Energieerzeugung nach und nach umstellen”, ist Umweltlandesrat Ing. Erich Schwärzler überzeugt. „Dazu benötigen wir einen breiten gesellschaftlichen Konsens und weitreichende neue Strategien.”

Genau diese erarbeiteten in den vergangenen Monaten 90 Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Bereichen. Sie arbeiteten ehrenamtlich in den neun „Werkstätten” des Projekts „Energiezukunft Vorarlberg” zu Themen wie Industrie, Mobilität, Gebäude, Sonne oder Biomasse mit. Als Arbeitsgrundlage für die „Energiezukunft”-Werkstätten hat das Land bereits mehrere Studien in Auftrag gegeben.

Strategiepapier im Frühjahr erwartet

Freitag Abend stellten die Experten nun erstmals ihre Ideen den Teilnehmern der anderen Werkstätten und dem Lenkungsausschuss des Projekts vor. „Damit ist ein erster wichtiger Meilenstein in eine nachhaltige Energiezukunft erreicht”, betont Schwärzler.

In einer nächsten Phase werden die Werkstätten nun konkrete Handlungsempfehlungen an die Politik erarbeiten. Die Ergebnisse werden im kommenden Frühjahr vorliegen und dann zu einem Strategiepapier zusammen geführt. Sämtliche im Vorarlberger Landtag vertretene Parteien unterstützen das Projekt.

Hohe Einsparungspotenziale

Derzeit stammen etwa 27 Prozent des Energiebedarfs in Vorarlberg aus erneuerbaren Energieträgern wie Holz, Wasserkraft oder Sonnenenergie. Insgesamt werden pro Jahr rund 11.000 Gigawattstunden verbraucht.

Die Einsparungspotenziale sind allerdings gewaltig:

Gemäß einer für das Projekt „Energiezukunft” erstellten Studie können in Industrie und produzierenden Gewerbebetrieben 22 Prozent des Strombedarfs und sogar 59 Prozent des Wärmebedarfs eingespart werden.

„Ähnliche Einsparungspotenziale gibt es auch in den Haushalten”, schildert der Energiebeauftragte des Landes, Dr. Adi Groß. „Allein durch den Passivhausstandard sinkt der Wärmebedarf eines Hauses um 90 Prozent.” Eine Studie zu diesem Thema ist derzeit in Vorbereitung. Die Ergebnisse werden noch in diesem Jahr der Öffentlichkeit präsentiert.

Quelle: Energieinstitut Vorarlberg
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