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Energiepolitik und Klimaschutz mit Hausverstand und Vorbildfunktion

Unser exportstarker und mit Schlüsseltechnologien ausgestatteter Wirtschaftsstandort hat das Potenzial, gleichermaßen marktfähige wie klimafreundliche und energieeffiziente Prozesse, Produkte, Dienstleistungen und Konsummuster in die Welt zu tragen.
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Das schafft nicht nur regionale Wertschöpfung, sondern trägt auch wesentlich zur Eindämmung des Klimawandels und zum Schutz unserer Umwelt bei. „Die Wirtschaft ist Teil der Lösung und nicht des Problems“, stellt WKV-Präsident Hans Peter Metzler einleitend fest.

In dieser Hinsicht ist Vorarlberg ein internationaler Vorreiter: Die regionalen Betriebe liegen bei Energieeffizienz, Umwelt- und Klimaschutz seit vielen Jahren im weltweiten Spitzenfeld. „Damit das so bleibt, müssen in Sachen Energiepolitik die Rahmenbedingungen passen und realistische Möglichkeiten ausgelotet werden. Im Rahmen des breit angelegten Strategieprozesses „Dis.Kurs Zukunft“ und einer im Sommer eigens eingerichteten Fokusgruppe zum Thema Nachhaltigkeit arbeiten wir gemeinsam mit den heimischen Unternehmen an diesen zentralen Zukunftsthemen – und legen konkrete Handlungsfelder fest“, sagt WKV-Präsident Hans Peter Metzler. „Nachhaltigkeit ist ein klares Zielthema unseres ,Dis.Kurs Zukunft‘ und keine leere Phrase.“

Richtige Maßnahmen setzen

Es ist noch nicht lange her, da galt das EU-Klimaschutzziel mit minus 40 Prozent bis ins Jahr 2030 bereits als sehr ambitioniert.  „Statt eines solchen Wettlaufs um immer höhere Ziele – was für jene, die ohnehin schon sehr viel leisten, eine unverhältnismäßige Mehrbelastung darstellt – sollten die richtigen Maßnahmen im Fokus stehen“, führt der Präsident aus und nennt als Beispiel den technologieoffenen Zugang beim Ersatz fossiler Energieträger durch nicht fossile oder die verstärkte Investition in Zukunftstechnologien. Zudem muss konsequent Energieeffizienz gesteigert und die Energieversorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit abgesichert werden.

Bevölkerung einbinden

Das gelingt mit einer Klimapolitik, die unter Einbindung der Bevölkerung und der Wirtschaft erfolgt, „aber nicht mit einer Top-Down-Klimapolitik, die wesentlich betroffene Stakeholder außen vor lässt.“ Eine solche habe wenig Aussicht auf Erfolg, weshalb man sich fragen müsste: „Was ist machbar und vor allem wie – und das unter Erhalt der Wett­bewerbsfähigkeit? Zu steile Vorlagen ohne konkrete Abfederungsmechanismen und Fahrpläne verstärken Abwanderungstendenzen in Länder, in denen die CO2-Kosten und Produktionsstandards niedriger sind.  Damit ist niemandem geholfen.

Es braucht Maßnahmen, um die Unternehmen an den Standorten zu halten. Die Industrie ist einer unserer wichtigsten Wohlstandsgaranten, aber als energieintensive Branche eben auch hauptbetroffen von den immer schwierigeren Rahmenbedingungen“, führt Metzler aus und warnt zugleich: „Verlagert auch nur ein Teil seine Produktion, hat das massive Folgen für den Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort.“ Eine fortschrittliche Energie- und Klimapolitik muss auf einem Best-Practice-Ansatz beruhen, auf Austausch und der Einstellung, alles zu tun, was auch hilft. Aber sie muss unter Berücksichtigung von Wettbewerbsfaktoren und globalen Entwicklungen betrieben werden.

Gegen Überregulierung

Keinesfalls darf sie durch regionale Überregulierung, zunehmende gesetzliche Eingriffe und Auflagen erschwert werden. „In einem gemeinsamen Schulterschluss mit LR Marco Tittler machen wir Vorarlberg zur Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften. Unser Standort hat eine sehr gute Ausgangslage dafür. Wir können zeigen, wie es auch ohne sture Reduktionswettläufe gehen könnte und ruhen uns dabei auch nicht auf den bisherigen Erfolgen aus.

Aber zur Erinnerung: Der österreichische Anteil an den globalen Emissionen beträgt nur rund 0,2 Prozent – von diesem Globalanteil fallen in Vorarlberg lediglich 0,006 Prozent an, das sind knapp drei Prozent der österreichischen CO2-Emissionen. Das muss man uns erst einmal nachmachen – und das meine ich wörtlich“, betont der Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Eine fortschrittliche Energiepolitik in Vorarlberg muss auf einem Best-Practice-Ansatz beruhen. Es gilt, alles zu tun, was auch hilft. Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg

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