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Energie aus Dornbirner Wasser

Das Wasserrad bei der inatura treibt eine Turbine mit einer Jahresleistung von rund 64.000 KWh an.
Das Wasserrad bei der inatura treibt eine Turbine mit einer Jahresleistung von rund 64.000 KWh an. ©Foto: VN/Hagen
Dornbirn. Strom aus eigener Produktion hat in Dornbirn Tradition.

Entlang des Müllerbachs und im Bereich Gütle gibt es seit langem Kleinkraftwerke, einst erbaut von Dornbirner Großunternehmern. Nun will ein privates Unternehmen um rund 3,5 Millionen Euro ein weiteres E-Werk bauen. Von Seiten der Stadt gibt es keine Einwände. Allerdings wird es noch eine Weile dauern, bis alle behördlichen Bewilligungen vorliegen. Das Projekt „Kleinkraftwerk Kobelach“ beschäftigt das Rathaus schon eine ganze Weile. Genützt würde das Wasser der Kobelach im Bereich Niedere und des Rudachbaches. Zur Diskussion stand am Anfang auch eine Beteiligung der Stadt. Daraus ist nichts geworden. „Wir können jetzt nur hoffen, dass alles gut läuft“, wünscht Bürgermeister DI Wolfgang Rümmele dem Betreiber viel Glück für sein Vorhaben. Mit den erforderlichen Genehmigungen der Stadt kann das Unternehmen rechnen.Das Kleinkraftwerk ist für eine Stromproduktion von 6,6 Millionen KWh pro Jahr ausgelegt. Damit könnte der Bedarf der Abwasserreinigungsanlage Dornbirn locker gedeckt werden.

Städtische Kraftwerke

Seit rund 80 Jahren wird das Wasser des Müllerbachs, der mitten durch die Stadt fließt, als Energiequelle genutzt. Eine Stromerzeugungsanlage befindet sich bei der inatura. 2009 erzeugte das Kleinkraftwerk mit dem auffallenden Wasserrad knapp 64.000 KWh. Der Strom wird für den Betrieb des Erlebnismuseums verwendet, ein Teil fließt in das VKW-Netz. Ein weiteres städtisches Kleinkraftwerk im Ortsteil Forach erzeugt rund 300.000 KWh im Jahr. Zwei Anlagen am Müllerbach befinden sich in Privatbesitz. Um 1930 gab es entlang des Kanals zwölf Wasserrechte für elektrische Kraftnutzung. Im Bereich Rappenloch/Gütle sind ebenfalls private Kleinkraftwerke in Betrieb. Lediglich das KW Ebensand, eines der ältesten Österreichs, wird von den VKW betrieben.

Hoher Deckungsgrad

Laut Harald Scherbantie, Mitarbeiter der Stadt Dornbirn und Mitbesitzer eines kleinen Kraftwerkes an der Staumauer des Staufensees zwischen Rappen- und Alploch, könnten mit allen bestehenden Kleinkraftwerken auf Dornbirner Grund und Boden an die 50 Prozent der Dornbirner Haushalte mit elektrischer Energie versorgt werden. Allerdings müssten dann auch die stillgelegten E-Werke aktiviert werden. VN-HA

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