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Ende 2021 Corona-Immunisierungsrate von bis zu 80 Prozent

Impfung des Medizinischen Personals gegen das Coronavirus am Sonntag, 27. Dezember 2020, im Rahmen eines Medientermins anl. des Starts der Impfungen in einer Covid-Station des Kaiser-Franz-Josef-Spitals in Wien. Im Bild: Christoph Wenisch, der Leiter der Infektionsabteilung erhält am Sonntag, 27. Dezember 2020 die Impfung gegen das Coronavirus.
Impfung des Medizinischen Personals gegen das Coronavirus am Sonntag, 27. Dezember 2020, im Rahmen eines Medientermins anl. des Starts der Impfungen in einer Covid-Station des Kaiser-Franz-Josef-Spitals in Wien. Im Bild: Christoph Wenisch, der Leiter der Infektionsabteilung erhält am Sonntag, 27. Dezember 2020 die Impfung gegen das Coronavirus. ©APA
Der Wiener Infektionsmediziner Christoph Wenisch erwartet bis Ende 2021 eine Covid-Immunisierungsrate in Österreich von 70 bis 80 Prozent. Das bedeute, entweder die Krankheit durchzumachen oder sich impfen zulassen, sagte er am Montag im Ö1-Morgenjournal. "Und das Beste, was es gibt, ist eben, dass man sich die Immunität über die Impfung aufbaut." Niemand sei vor einem schweren Verlauf gefeit.

"Es muss jeder Mensch in Österreich oder weltweit entweder die Impfung kriegen oder die Krankheit kriegen", meinte der Vorstand der 4. Medizinischen Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin an der Klinik Favoriten (das ehemalige Kaiser-Franz-Josefs-Spital), der sich beim österreichischen Impfstart am (gestrigen) Sonntag in Triumphpose impfen hatte lassen. Für ihn sei die Entscheidung leicht, weil er von Berufs wegen ein hohes Erkrankungsrisiko habe. "Für andere, die beruflich vielleicht nicht so ausgesetzt sind, mag das jetzt nicht so klar sein, aber hier kommt es über die Zeit natürlich auch zu einer Akkumulation des Risikos durch verschiedene soziale Aktivitäten."

Für ihn "war es eine große Freude, hier ausgewählt worden zu sein, weil ich damit jetzt einmal für mich das Risiko beherrschen kann, diese Infektion zu bekommen", zudem aber auch: "Ich kann es nicht hineintragen, in die Familie oder in die Bevölkerung." Er sei sehr dankbar, betonte der Arzt. In Sachen Corona-Impfung erwarte er, "dass da wirklich alle mittun". Er sei guter Hoffnung diesbezüglich, wenn die Aufklärung funktioniere und gesehen wird, "dass es effektiv ist und dass es keine relevanten Nebenwirkungen gibt". 

Eine wesentliche Entspannung der Covid-Lage auch auf den Intensivstationen erwartet der Mediziner für April oder Mai und besonders im Sommer. Zum einen werde dann, wie schon bei der ersten Welle, die Indoor-Übertragung zurückgehen, weil das Wetter wärmer wird und die Menschen mehr hinausgehen. "Und das Zweite ist, dass dann auch eine gewisse Anzahl an Menschen schon geimpft wird."

"Diese ganzen Lockdowns und Maßnahmen und was man jetzt alles nicht darf und so weiter, das müssen wir ja rasch loswerden", appellierte Wenisch, "sich diesen einen Stich geben zu lassen". Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung, das müsse man jetzt "spürbar machen".

(APA)

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