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Endbericht zu "Feldkirch Süd" vor Fertigstellung

Feldkirch - Vor der Fertigstellung ihres Endberichtes ist das Projektteam zur "Verkehrsplanung Feldkirch Süd": Mitte Jänner werden Ergebnisse der Planungen und Studien vorgelegt, die in den letzten drei Jahren erarbeitet worden sind. Indes werden Vorwürfe der Manipulation zurückgewiesen.

Dieser offene Planungsprozess wurde unter Federführung des Landes Vorarlberg gemeinsam mit der Stadt Feldkirch und der Marktgemeinde Frastanz im Herbst 2005 gestartet. In Zusammenarbeit mit externen Fachleuten wurden insgesamt 14 verschiedene Varianten für Straßenbaulösungen erarbeitet und auf Effizienz, Kosten, Machbarkeit etc. überprüft. Unter ständiger informeller Einbindung der Nachbarn im Fürstentum Liechtenstein, diverser Interessensgruppen und politischer Gremien sowie nach insgesamt sechs großen öffentlichen Informationsveranstaltungen kristallisierte sich bis zum Herbst 2007 die „Variante 5.3″ mit einem unterirdischen Kreisel und Tunnelausgängen in der Felsenau, Nähe Pädagogische Hochschule, in Tisis und Tosters als Bestvariante heraus.

In der Folge wurde von einem externen Planungsbüro überprüft, ob als Alternative zum Straßenbau auch eine Bahn- bzw. Straßenbahnlösung („0+ Varianten”) die erforderlichen Entlastungswirkungen erreichen könnte. Das Ergebnis dieser Studie wurde am 25. November in Anwesenheit des Studienautors bei einer Informationsveranstaltung im Feldkircher Pförtnerhaus und am Tag danach in Frastanz vorgestellt. Gleichzeitig wurden auch weitere Tunnelöffnungsvarianten für Tisis präsentiert.

Für Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold und den inzwischen zum Wirtschaftskammerpäsident gewählten Manfred Rein war nach Vorlage der Studie klar, dass die Beschränkung auf Bahntunnel oder Straßenbahnvariante nicht zielführend wäre:

 Diese Varianten kosten gut 100 Millionen Euro mehr, als die Bestvariante 5.3;
 sie können im Bereich Innenstadt und für einen Großteil von Tisis im Vergleich mit dem Straßenbau nur wenig Entlastungswirkung erzielen,
 und vor allem würde ihre Realisierung noch viele Jahre länger dauern, als die Tunnelbauten für die Bestvariante 5.3.

Berchtold und Rein plädierten deswegen in einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Frastanzer Bürgermeister Mag. Eugen Gabriel dafür, sowohl die Bestvariante im Straßenbau, als auch weitere Maßnahmen für die Förderung des Öffentlichen Nahverkehrs umzusetzen. Die Variante 5.3 soll auch so gebaut werden, dass die in der Variante 0+ geprüfte unterirdische Bahntrasse möglich bleibt.

Bevor aber ein entsprechender Beschluss der Vorarlberger Landesregierung das Projekt „Verkehrsplanung Feldkirch Süd” in die nächste Phase der Umsetzung bringen kann, werden die bisherigen Planungen und Studien in einem „Endbericht” diversen anderen politischen Gremien zur Entscheidungsfindung vorgelegt.

Die Feldkircher Verkehrs-Stadträtin Dr. Angelika Lener kündigte bei der letzten Sitzung der Stadtvertretung an, dass dieser Endbericht auch dem Planungsausschuss und letztlich der Stadtvertretung zur Diskussion und Beschlussfassung vorgelegt wird. Auch wird er allen Interessierten über Internet bereitgestellt: Unter www.vorarlberg.at/Straßenplanung sind ja schon bisher alle Informationen transparent aufbereitet.

Manipulationsvorwürfe werden scharf zurückgewiesen

Dass schon im Vorfeld dieser politischen Entscheidungsfindung von bestimmten Personen behauptet wird, dass die Berichte verfälscht und manipuliert seien, weist sie allerdings schärfstens zurück. Mit solchen Vorwürfen werde das gute Diskussionsklima torpediert, das in drei Jahren harter und gründlicher Arbeit in vielen Fragen zu Konsens geführt habe, so Dr. Lener. Sie appelliert an die betreffenden Personengruppen, zum konstruktiven Dialog zurückzukehren. „Es geht darum, die Menschen entlang der Straßen rasch und nachhaltig zu entlasten”, so Dr. Lener.

Quelle: Stadt Feldkirch

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