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Embraer-Jet für Rheintalflug

Seit Montag Vormittag gehört auch die vierte Linienfluggesellschaft Österreichs zum „Jet Set“: Die ERJ 145 startete von Altenrhein aus zum offiziellen Erstflug nach Wien. [10.1.2000]

Die Verkürzung der Reisezeit um rund ein Drittel durch den Einsatz eines Regionaljets an Stelle der Turboprops wurde allerdings nicht voll wirksam: „Schon über Linz wurden wir vom Flughafen Wien wegen Rush-hour in Schwechat eingebremst“, bedauerte Rheintalflug-Chef Rolf Seewald, der selbst am Steuerknüppel saß.

Der erste brasilianische Embraer-Jet 145, der im deutschsprachigen Raum ausgeliefert wurde, erwies sich auch in den Ohren der „Jungfernflug“-Passagiere als sehr angenehm. Mit dem „Flüsterjet“ sieht die Vorarlberger Luftlinie zusätzliche Marktchancen, die mit der Auslieferung der zweiten Maschine dieses Typs im Dezember dieses Jahres genützt werden können. „Schon heute wird mit den Lärmmessungen in Altenrhein begonnen“, erklärte Prokuristin Renate Moser während des Flugs zur APA. „Von den so genannten Lärmpunkten wird abhängen, ab wann und in welchem Umfang wir von Altenrhein aus zusätzliche Destinationen anbieten können.“

Über den Flugverkehr auf dem Schweizer Flughafen Altenrhein an der Grenze zu Vorarlberg gibt es einen Staatsvertrag zwischen Österreich und der Schweiz, der ein enges „Lärmkorsett“ zum Inhalt hat. Wunsch-Destination ist eine Verbindung Altenrhein-Linz-Graz, sagte Renate Moser, „unsere Wirtschaft braucht sie“. Die Entscheidung darüber wird in etwa einem Monat fallen.

Vorerst wird der neue und erste Jet der Rheintalflug drei Mal täglich auf der Strecke Altenrhein-Wien-Altenrhein zum Einsatz kommen. Für den Einsatz auf den anderen Strecken bzw. im Charterverkehr greift Rheintalflug auf seine derzeit noch drei Dash-8 zurück.

(Bild:VN)

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