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"Elysium" abgeschaltet: Kinderporno-Plattform hatte 87.000 Mitglieder

Die Kinderponrografie-Plattform "Elysium" wurde von den Ermittlern abgeschaltet.
Die Kinderponrografie-Plattform "Elysium" wurde von den Ermittlern abgeschaltet. ©DPA/UWE ZUCCH
Über die Plattform "Elysium" sollen die Beschuldigten im Darknet kinderpornografisches Material verbreitet haben. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt wegen massiver sexueller Übergriffe.

14 Verdächtige in Deutschland und Österreich wurden bereits ausgeforscht und teils auch festgenommen, berichtete die Behörde am Donnerstag per Aussendung. Demnach konnten insgesamt bisher 29 Opfer von massiven sexuellen Übergriffen identifiziert werden. Für weitere Informationen kündigten sowohl die deutschen als auch die Wiener Behörden für Freitagvormittag Pressekonferenzen an.

Kinderporno-Plattform wurde abgeschaltet

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft in Deutschland wurde die seit 2016 bestehende Kinderporno-Plattform mittlerweile abgeschaltet. Als mutmaßlicher Betreiber sei ein 39-jähriger Mann aus Hessen festgenommen worden. Er soll als Administrator der Plattform maßgeblich für die Bereitstellung der technischen Infrastruktur verantwortlich gewesen sein. Der Mann wurde den Behörden zufolge am 12. Juni bei einer Durchsuchung seiner Wohnung und der Beschlagnahmung des Servers der Plattform festgenommen. Er befindet sich in Haft.

87.000 Mitglieder – Mehrere Festnahmen

Die seit 2016 bestehende Plattform hatte nach Angaben der deutschen Generalstaatsanwaltschaft mehr als 87.000 Mitglieder und diente einem weltweiten Austausch von Kinderpornografie sowie für Verabredungen zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Mehrere Verantwortliche und Mitglieder wurden festgenommen, vor allem in Deutschland und Österreich, hieß es.

Zu dem Bild- und Videomaterial, das die Mitglieder dort austauschten, gehörten den Behörden zufolge auch Aufnahmen von schwerstem sexuellen Missbrauch von Kindern. Auch Kleinstkinder seien unter den Opfern. Außerdem habe es Darstellungen sexueller Gewalthandlungen an Kindern gegeben.

Den Verdächtigen wird neben der Verbreitung von Kinderpornografie zum Teil auch schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Weitere Details wollen das deutsche BKA in Wiesbaden sowie das Bundeskriminalamt (BK) in Wien am Freitag zeitgleich auf zwei Pressekonferenzen bekanntgeben. In Wien soll es dabei vor allem um sexuelle Missbrauchsfälle gehen.

(APA/Red)

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