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Elternteilzeit: Kopf droht mit Nein

Die Teilzeitregelung für Kleinbetriebe mit weniger als 20 Beschäftigten sei inakzeptabel, sagte der Ländle-NR-Abgeordnete und Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kopf.

Der ÖVP-Wirtschaftsflügel droht mit einem Nein zur Einführung der Eltern-Teilzeit, auf die sich die schwarz-blaue Koalitionsregierung verständigt hat.

Eine Ausweitung der Teilzeitregelung auf Kleinbetriebe mit weniger als 20 Beschäftigten – wie von den VP- Arbeitnehmern gefordert – sei inakzeptabel, sagte Wirtschaftsbund- Generalsekretär Karlheinz Kopf in einem am Samstag im Ö1- Morgenjournal ausgestrahlten Interview.

Nach den Regierungsplänen soll es in Betrieben mit mehr als 20 Arbeitnehmern für Eltern das Recht auf Teilzeit bis zum 7. Geburtstag ihres Kindes geben. „Die Grenze von 20 ist die absolute Untergrenze“, betonte Kopf.

„So wie die Diskussion jetzt läuft, dass es auf ein Feilschen hinausläuft um die Grenze, welche Betriebe hier noch einbezogen werden sollen, geht möglicherweise sogar der Schuss nach hinten los und richtet sich die Maßnahme möglicherweise sogar gegen die Frauen, für die man sie eigentlich machen will“, sagte Kopf. Ein „Zurück-an- den-Start“ wäre daher „das Beste“.

Dem im Ministerrat vereinbarten Geltungsbereich habe die Wirtschaft ohnehin nur mit Zähneknirschen zugestimmt, betonte Kopf laut Ö1. Und auch bei größeren Betrieben gebe es noch einige „Knackpunkte“ hinsichtlich der konkreten Regelung der Eltern- Teilzeit. Die Wirtschaft sei bereit, die Zahl der Teilzeitarbeitsplätze jährlich um zehn Prozent zu steigern, „wenn der Bund oder der Staat auch seine Verpflichtung erfüllt“. In diesem Zusammenhang forderte er mehr Kinderbetreuungsplätze, die Aufhebung der Zuverdienstgrenze beim Kindergeld sowie die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuung und Haushaltshilfe.

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