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Eltern können ihre Kinder auf Drogen testen

Schweiz - "Rote Augen, dauernd müde – nimmt Ihr Kind Drogen?" So wird in Apotheken für Drogentests beworben. Für Fachleute sind die Tests jedoch äusserst fragwürdig.

Das Geschäft mit den Drogentests läuft gut. Rund 4 Wochen nach Verkaufsstart wurden in den Sunstore-Apotheken bereits mehr als 1000 Stück für je 20 Franken verkauft. «Wir sind noch mit weiteren Apotheken im Gespräch», so Heinrich Joos, Geschäftsführer der Vertreiberin Amapharm. Entwickelt wurden die Tests von der Firma Protzek für Institutionen, die sich mit Drogensüchtigen befassen. «Ein Genfer Apotheker wurde von Eltern wegen Drogentests für ihre Kinder angefragt», so Joos. Darauf habe man ihn entwickelt. Er könne im Urin Cannabis, Kokain und Opiate nachweisen.

«Wir raten klar davon ab», so Janine Messerli von der Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme SFA. «Solche Tests sind schlecht für das Vertrauensverhältnis zwischen Kind und Eltern.» Die Tests würden keine Probleme lösen, sondern eher die Fronten verhärten. Wenn Eltern bei ihren Kindern ein Drogenproblem befürchten, solle man das ansprechen und allenfalls Unterstützung bei einer Fachstelle suchen. Auch die Lausanner Polizei steht den Tests äusserst skeptisch gegenüber und befürchtet gar, dass die Präventionsbemühungen unterlaufen werden. (Quelle: 20min.ch)

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