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Elmar Fischer neuer Bischof

Der Vorarlberger Elmar Fischer (68) ist der erste von Papst Benedikt XVI. ernannte Bischof Österreichs. Fischer wird offiziell bei seiner Weihe am 3. Juli Oberhirte der Diözese Feldkirch.

  • Unterschiedliche Reaktionen
  • Porträt von Elmar Fischer
  • Bischofs-Homepage bereits online
  • Schritte nach der Ernennung
  • Kirche Vorarlberg in Zahlen
  • KirchenBlatt Extra an alle Haushalte
  • Schönborn begrüßt neuen Feldkircher Bischof
  • Vorarlberg erst seit 1968 Diözese
  • Der bisherige Bischof Klaus Küng persönlich stellte seinen Nachfolger am Dienstag der Öffentlichkeit vor, auch der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn begrüßte Fischer in einer Aussendung „in der brüderlichen Gemeinschaft der österreichischen Bischöfe“. Fischer ist der dritte Bischof der seit 1968 eigenständigen Diözese Feldkirch.

    Fischer gab an, erst vor einer Woche gefragt worden zu sein, ob er auf dem Bischofsstuhl in Feldkirch Platz nehmen wolle. Er habe nicht damit gerechnet und sei sehr überrascht gewesen. Sein Entschluss, das Amt anzutreten, hänge damit zusammen, dass man in diesem Beruf letztendlich auch für so eine Position bereit sein müsse. Im Scherz fügte er an: „Probier’s, schief geht’s von selber“, das habe man früher immer vor einer Predigt gesagt. Sowohl er als auch Küng, der darüber erleichtert war, dass die Bischofsnachfolge in Feldkirch nun geregelt ist, hofften, das die Arbeit in der Diözese nahtlos fortgesetzt werden könne. Schönborn wünschte Fischer, „den klaren und integrativen Weg seines Vorgängers fortzusetzen“.

    Zu den anstehenden Personalentscheidungen – etwa der Position des Generalvikars – sagte Fischer, dass er noch „am Überlegen“ sei. Ob Pastoralamtsleiter Benno Elbs in seiner Funktion bleibe, könne er noch nicht sagen. „Das hängt davon ab, wie die Personalverteilung aussehen wird“, sagte der neue Bischof von Feldkirch. Er sei aber froh, „dass ich ihn habe“. Elbs hatte lange Zeit als Favorit auf das Bischofsamt in Feldkirch gegolten, als Manko war aber oft sein vergleichsweise junges Alter von 44 Jahren angeführt worden.

    Auf sein eigenes Alter von fast 69 Jahren und die Frage angesprochen, ob er als Übergangsbischof zu sehen sei, sagte Fischer: „Die, die mich weniger mögen, können auf 75 hoffen“. Er selbst denke darüber erst nach, „wenn es in Richtung 75 geht“. Kardinal Schönborn entgegnete jenen, die sich einen jüngeren Bischof gewünscht hätten, „dass es unserer Zeit vielleicht gut tut, etwas besinnlicher zu werden, wozu die älteren Leute einladen“.

    Die Reaktionen in der Vorarlberger Priesterschaft auf die Bestellung von Fischer fielen nicht nur positiv aus. Der Pfarrer von Rankweil bei Feldkirch, Wilfried Blum, befürchtete gegenüber ORF Radio Vorarlberg etwa, Fischer werde überfordert sein. Fischer kündigte an, den Skeptikern gegenüber seiner Person mit der Haltung begegnen zu wollen: „Mein Bemühen ist zuerst Gerechtigkeit. Dann schau, dass du die Dinge so gut wie möglich lösen kannst“. In den Mittelpunkt seiner Arbeit möchte Fischer seinen Wahlspruch „Gottes Reich in allem suchen“ aus dem Matthäus-Evangelium stellen. Es gehe vorrangig darum, um Menschlichkeit bemüht zu sein.

    Um den neuen Bischof der gesamten Vorarlberger Bevölkerung vorzustellen, wird das Vorarlberger Kirchenblatt in den nächsten Tagen eine achtseitige Sonderausgabe herausgeben und allen Haushalten im Ländle per Post zuschicken. Unter der Internetadresse www.bischofvonfeldkirch.at werden künftig alle Reden, Themen, Predigten und Interviews des designierten Oberhirten der Vorarlberger Diözese bereitgestellt. Über diese Seite ist auch ein Mailkontakt mit Fischer möglich.

    Elmar Fischer wurde am 6. Oktober 1936 in Feldkirch geboren. Zum Priester geweiht wurde er 1961. Fischer war viele Jahre Rektor des diözesanen Studieninternats Marianum in Bregenz und auch in der Ehe- und Familienberatung der Diözese Feldkirch tätig. Neben seiner Ausbildung als Ehe- und Familienberater hat sich Fischer auch die Qualifikation als Psychotherapeut erworben. 1989 wurde Elmar Fischer von Bischof Klaus Küng zum Generalvikar der Diözese Feldkirch bestellt. Seit 7. Oktober 2004 steht er der Diözese Feldkirch operativ als „Ständiger Vertreter des Apostolischen Administrators“ vor.

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