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Elke Sader: "Ich habe alles erreicht"

Bregenz - Wie am Dienstag bekannt geworden ist, wird Elke Sader im Herbst nicht mehr für den SPÖ-Landesparteivorsitz kandidieren und auch als Klubobfrau zurücktreten.  | Überraschender Rücktritt

Wie in einer Pressekonferenz am Mittwoch bekannt gegeben wurde, war es eine rein persönliche Entscheidung, die Sader nur mit ihrem Mann besprochen hatte: „Ich habe meine Ziele in der Partei schon erreicht. Die SPÖ Vorarlberg ist wieder auf der Siegerstrasse und ich konnte erstmals in der Geschichte die Partei völlig schuldenfrei und harmonisch übergeben. Darauf bin ich besonders stolz.“ Der designierte Nachfolger Michael Ritsch, wurde gestern einstimmig vom Parteivorstand angenommen. „Ich war am Freitag schon auch überrascht als ich davon erfahren habe. Aber jetzt freue ich mich auf die neuen Aufgaben und mein großes Ziel ist, dass es in Zukunft keine Regierung ohne SPÖ Beteiligung in Vorarlberg geben wird“, so der 38-jährige.

Elke Sader wird aber bis 2009 Landtagsabgeordnete bleiben: „Es ist Zeit für mich loszulassen. Es war ein Wunsch meiner Familie und ich habe damals meinem Vater (Anm. d. Red: der legendären Bregenzer SPÖ-Bürgermeister Fritz Mayer) versprochen, in guter Zeit zu gehen und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen“, so die 51-jährige Sader. Sie wird in Zukunft wieder mehr ihren erlernten Beruf als Gynäkologin ausüben, ihre Ordinationszeiten ausweiten und sich mehr Zeit für ihre Familie nehmen, „Ich werde zwar nicht mehr antreten, aber Sozialdemokratin werde ich immer bleiben. Ich wünsche Michael Ritsch Alles Gute!“

Michael Ritsch betonte im „VOL“-Interview, dass es ein großer Vorteil ist, den Bundeskanzler zu stellen. „Ich werde die guten Kontakte nach Wien sicherlich nützen. Von Bundesebene haben mir alle Kollegen ihre Unterstützung zugesagt und Verkehrsminister Werner Feymann ist ein guter Freund von mir. Mit meinem Alter kann man jede Unterstützung gebrauchen.” Ritsch wies die Vorwürfe, er habe am Stuhl von Sader gesägt, mit den Worten „Elke Sader lässt sich nicht am Stuhl sägen“ zurück. Bürgermeister von Bregenz will Michael Ritsch laut eigenen Aussagen weiterhin werden.

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