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Elektroaltgeräte entsorgen: Wien bleibt das Sorgenkind

In Wien wird Elektroschrott oft im Hausmüll entsorgt.
In Wien wird Elektroschrott oft im Hausmüll entsorgt. ©pixabay.com
Während Österreicher im Durchschnitt 17 Kilo Altgeräte pro Jahr abgeben, werden in Wien nur 6 Kilo pro Kopf recycelt.

Österreich liegt beim Sammeln von Elektroaltgeräten (EAG) gemeinsam mit den skandinavischen Ländern und den Beneluxstaaten weiterhin im europäischen Spitzenfeld. Pro Einwohner wurden im Jahr 2017 durchschnittlich 13 Kilogramm Elektroaltgeräte richtig entsorgt. Das teilte die Elektrogeräte Koordinierungsstelle (EAK) am Mittwoch in einer Pressekonferenz mit.

Die vorjährige Sammelmasse entspricht knapp zwei Drittel der Menge an neuen Elektrogeräten die in den vorangegangen drei Jahren in den Verkehr gingen. Das waren erstmals mehr als 100.000 Tonnen alte Elektrogeräte, die gesammelt wurden.

Österreich bei Sammelquote im Spitzenfeld

Die EU schreibt aktuell eine Quote von 45 Prozent vor. “Mit der EAG-Sammelquote von 62,5 Prozent, liegt Österreich weiterhin im europäischen Spitzenfeld, während wir uns mit den Kosten für Sammlung und Behandlung im unteren Drittel befinden”, sagte der Wolfgang Krejcik, Aufsichtsratspräsident der EAK, in einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Auf den erfreulichen Zahlen dürfe man sich aber nicht ausruhen, betonte Josef Plank vom Umweltministerium. Ab 2019 sei nämlich bereits eine Mindestsammelquote von 65 Prozent vorgeschrieben.

Wien sammelt nur 6 Kilo pro Einwohner

Es zeige sich zudem ein starkes Stadt-Land-Gefälle bei der Sammlung von Altgeräten und -batterien, erklärte Anton Kasser, Präsident der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände. So sei etwa das Bundesland Vorarlberg mit 17 Kilogramm gesammelten Altgeräten und Batterien 2017 heimischer Spitzenreiter gewesen. Sorgenkind ist laut Kasser nach wie vor die Stadt Wien mit lediglich sechs Kilogramm pro Einwohner.

“Durch die in der Stadt gegebene Anonymität ist es einfacher, sich einer angemessenen Entsorgung zu entziehen”, sagte Kasser. “Ich bin selbst Bürgermeister einer 2.000-Einwohner Gemeinde. Da kennt jeder jeden.”

Deshalb sei Bewusstseinsbildung vor allem im großstädtischen Bereich sehr wichtig, so EAK-Geschäftsführerin Elisabeth Giehser. Besonders Kinder müssten darüber informiert werden, “warum eine gezielte Sammlung und fachgerechte Entsorgung von EAG und Altbatterien so enorm wichtig ist.” Denn den wenigsten sei bewusst, dass jedes einzelne Elektrogerät wertvolle Ressourcen enthält, die von der heimischen Wirtschaft weiterverwendet werden könnten. Jede achtlos in den Restmüll geworfene Altbatterie sei zudem eine Belastung für die Umwelt.

(APA/red)

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