AA

Einmillionste Korridorvignette

In den vergangenen Tagen hat die Asfinag die einmillionste Korridorvignette verkauft.

Bregenz. Als Ende Oktober 2007 in Wien die Entscheidung für die Korridorvignette fiel, stieß diese Regelung keineswegs auf ungeteilte Zustimmung. Vor allem Hohenems und Lustenau fürchteten eine Zunahme des Verkehrs auf ihren Straßen und protestierten lautstark gegen diese Regelung, die am 1. September 2008 in Kraft trat. Landeshauptmann Herbert Sausgruber verkündete, er werde diesen Versuch vorzeitig stoppen, wenn daraus eine deutliche Mehrbelastung für Lustenau und Hohenems resultieren würde.

Vor 17 Monaten

Jetzt, knapp 17 Monate später, wurde am Autobahnzollamt Hörbranz die einmillionste Tagesvignette an einen Autofahrer für den 23 Kilometer langen Autobahnabschnitt von der Staatsgrenze bis Hohenems verkauft, verlautet vonseiten der Asfinag.

„Diese befürchteten Mehrbelastungen sind ausgeblieben”, meint dazu der Stadtrat Michael Ritsch. Er hatte – gegen den Widerstand des damaligen Verkehrsministers Werner Faymann von der Notwendigkeit einer Verkehrsentlastung für Bregenz überzeugen können.

Gute Lösung

Selbst im Bregenzer Rathaus war man von einer Verkehrsentlastung durch die Vignette nicht überzeugt. Inzwischen zweifelt aber niemand mehr daran, dass die 24-Stunden-Vignette eine gute Lösung ist – am allerwenigstens jene Autofahrer, die sich das Geld für eine Vignette ersparen wollten und oft stundenlang im Stau steckten. „Natürlich löst die Korridorvignette nicht alle Probleme, den Stau durch Bregenz an Samstagen kann auch die Vignette nicht verhindern, wenn in den Urlaubsgebieten Schichtwechsel ist und am Sonntagabend, wenn die Tagesgäste von den Skipisten heimkehren und sich der Verkehr auf der Autobahn staut”, ist sich Ritsch im Klaren darüber, dass erst die zweite Tunnelröhre eine durchgreifende Besserung bringen kann.

Vignettenverkehr

„Es bewahrheitet sich, was wir Bregenzer, auch wenn es die anderen immer abstreiten wollten, immer gesagt haben: den Vignettenverkehr gibt es und er ist rückverlagerbar. Ich habe die Korridorvignette immer als kleinen, aber notwendigen Schritt in die richtige Richtung gesehen und es freut mich, dass es möglich war, diese in einem gemeinsamen Anlauf für Bregenz zu erreichen. Jetzt heißt es, dranzubleiben. Spannend wird es, wenn die Zahlen auf dem Tisch liegen, inwieweit ein Verdrängungsprozess gegenüber den anderen Vignettenarten aufgetreten ist”, meint Bürgermeister Markus Linhart. fst

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Bregenz
  • Einmillionste Korridorvignette
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen