Einkaufs-Freigrenze: Ärger bei der WKV

Die WKV wäre über eine Reduzierung der Einkaufs-Freigrenze nicht erfreut.
Die WKV wäre über eine Reduzierung der Einkaufs-Freigrenze nicht erfreut. ©vn_neue
Sollte die Herabsetzung der 300-Franken-Freigrenze beschlossen werden, hätte dies, der Wirtschaftskammer zufolge, starke Auswirkungen auf die Vorarlberger Handelslandschaft.
Politik will 300-Franken-Freigrenze auf 50 reduzieren

Wie bereits berichtet, will die Schweiz den Einkaufstourismus über die Grenze nach Österreich eindämmen. Neu sollen Schweizer statt um 300 Franken nur noch um 50 Franken im Ausland einkaufen dürfen, ohne auf ihre Einkäufe in der Schweiz Mehrwertsteuer zahlen zu müssen.

Die Vorarlbeger Wirtschaftskammer ist über diese Pläne nicht erfreut. „Gerade unseren Händlern in den grenznahen Regionen würde ein wichtiger Teil der Kaufkraft genommen werden. Diese gilt es zu schützen“, erklärt WKV-Präsident Hans Peter Metzler.

Man habe über Jahre ein gutes Einvernehmen mit der Schweiz und erhoffe sich daher, dass es vor einem Beschluss noch Gespräche auf allen Ebenen dazu gibt, führt Hans Peter Metzler aus.

Zusätzliche Kaufkraft

Dass Schweizer zum Einkaufen nach Vorarlberg kommen, ist kein neues Phänomen, sondern bringt seit Jahren zusätzliche Kaufkraft ins Land. „Die Vorarlberger Händler haben sich auf die Wünsche und Vorlieben der Schweizer Kunden eingestellt“, weiß Carina Pollhammer, Obfrau der Sparte Handel, und führt aus. Ein deutliches Herabsetzen der Freigrenze würde manche Schweizer Kunden sicher abhalten und Umsatzeinbußen gerade in grenznahen Regionen mit sich bringen, sagt Pollhammer. Dabei gehe es nicht nur um Verringerung der steuerlichen Ersparnis, sondern um den bürokratischen Aufwand an den Grenzen, der abschreckende Wirkung haben könnte.

Enorme Stau-Entwicklung

Mit den zusätzlichen Abfertigungen würden die ohnehin enormen Staus an den Grenzen deutlich zunehmen, befürchtet Metzler. Das träfe die Bevölkerung vor allem rund um die Grenzübergänge Lustenau und Feldkirch-Tisis.

(VOL.AT)

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