Einheitliches System für Geodaten

Das Bodensee-Gebiet ist erstmals in international einheitlichen digitalen Karten erfasst. Die Daten wurden im so genannten "Bodensee-Geodaten-Pool" zusammengetragen. Dieser soll unter anderem die Zusammenarbeit erleichtern.

Erfasst sind laut Edmung Kräutler von der Bezirkshauptmannschaft praktisch ganz Vorarlberg, Liechtenstein, Teile Bayerns und Baden-Württembergs sowie der Schweizer Kantone St. Gallen und Thurgau. Das einheitliche homogene System soll die Zusammenarbeit im Bodenseeraum fördern. In einem nächsten Schritt sollen laut Kräutler weitere Datengrundlagen geschaffen werden.

Bei der Präsentation des grenzüberschreitenden Geodaten-Pools sagte Baden-Württembergs Wirtschaftstaatssekretär Horst Mehrländer zum ORF, die Datensammlung solle unter anderem die grenzüberschreitende Raumplanung oder den Gewässerschutz erleichtern. Auch für die Schadens-Abwehr sei der Datenpool nützlich. So könnte eine digitale Alarm- und Rettungskarte für die Bodensee-Region erstellt werden, die mit den Vermessungsdaten verknüpft ist.

Bisher benutzten die Vermessungsbehörden der drei Länder unterschiedliche Systeme und Formate. Bei Bedarf mussten die Datensätze mit hohem Aufwand zusammengeführt werden.

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