Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Einfach wertvoll

Frauen suchen sich hochwertigen Schmuck heute vielfach selber aus. Design, Karatzahl, Nachhaltigkeit – Welche Faktoren beim Auswahlprozess eine Rolle spielen? Eine Bestandsaufnahme.
Geschenktipp zu Weihnachten
Ihre Juweliere im Überblick
Alles zum Thema Juwelen & Schmuck

Abgesehen von besonderen Anlässen wie Weihnachten, Geburtstagen oder der Ver­lobung ist der Kauf von Schmuck heute überwiegend die Domäne der Frau. Emanzipierte, berufstätige weibliche Wesen erfüllen sich ihre schmucken Wünsche selbst und warten nicht mehr darauf, von jemand anderem beschenkt zu werden. Getreu dem Motto „Ich sehe es, ich liebe es, ich kaufe es“, gönnt sich die moderne Schmuckliebhaberin gerne selbst etwas – sei es ein goldiges Andenken an eine Reise oder ein hochkarätiges Lieblingsstück, das man sich schon lange gewünscht hat. Während Männer beim Kauf eines Schmuckstücks tendenziell eher auf die Karatzahl schauen, entscheiden die Damen aus dem Bauch heraus? Dieses gängige Klischee kann Eva Molnar-Thielmann, O. Rein Dornbirn, nicht bestätigen: „Tatsächlich können auch Männer sehr emotional sein. Meistens steht im Zusammenhang mit dem Geschenk ein besonderer Anlass, zu dem das Schmuckstück passen muss.“ Der Auswahlprozess kreist also mehr um die Frage: Würde ich/sie mit dieser goldenen Neuerrungenschaft großartig aussehen? Daher entscheiden viele in erster Linie nach dem Design, aber auch Faktoren wie etwa Wandlungsfähigkeit, Kombinationsmöglichkeiten und Wert spielen eine Rolle. „Die Erfahrung zeigt, dass Schmuck lieber getragen wird, wenn die einzelnen Stücke stimmig kombiniert werden können“, so Eva Molnar-Thielmann.

Neben dem materiellen Wert begeistern bei goldenen Ketten, Ohrringen, Armbändern und Ringen vor allem die ästhetische Formgebung sowie die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten.

Qual der Wahl. Hinzu kommt, dass die Klientel von heute sich in einem Wettbewerb der Kaufentscheidungen in Bezug auf die Wahl der Accessoires befindet: Ohrringe, Designermantel oder Luxus-Schuhe? In Zeiten, in denen High Heels teilweise so viel kosten wie ein Diamantring, hat sich der Wettbewerb für Schmuckfirmen verschärft. Dennoch fällt in den meisten Fällen die Kaufentscheidung zugunsten glitzernder neuer „Freunde“. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar. Das wichtigste Argument: Schmuck ist nachhaltig, er ist im wahrsten Sinne für die Ewigkeit. Zum Vergleich: Noch nie haben die Menschen so viele Konsumgüter besessen wie heute. Das zeigt sich besonders im modischen Bereich. Immer neue Kollektionen kommen in immer kürzeren Abständen in die Läden, damit noch mehr gekauft wird. Das Kalkül scheint aufzugehen. In der westlichen Welt haben die Konsumenten noch nie so viel Kleidung besessen wie heute. Viele der Sachen landen am Ende in der Sammelbox oder im Müll, denn Mode ist zum Wegwerfgut avanciert. Der Trend von heute ist morgen schon out: das gilt auch für die Ponyfell-Ballerinas aus dem Designershop. Sie wären zwar noch haltbar, sind aber trendmäßig out. Hochwertiger Goldschmuck ist dagegen eine im wahrsten Sinne des Wortes wertvolle Konstante, die den Konsumkreislauf des Kaufens und Wegwerfens durchbricht. Seit Menschengedenken gilt das Edelmetall nicht nur als Zahlungsmittel, sondern steht für Wertbeständigkeit, Exklusivität und einen hohen Gegenwert. Die Gründe dafür? Die Ressourcen sind nicht unerschöpflich und können nicht wie Geld beliebig nachproduziert werden. Gold ist immer Gold wert, trotz zahlreicher Wirtschaftskrisen, Kriege und Inflation. Diesen Gedanken der Wertbeständigkeit haben viele beim Kauf unwillkürlich im Hinterkopf: Man erwirbt ein hochwertiges Schmuckstück, freut sich daran, trägt es und gibt es später eventuell sogar an die nächste Generation weiter – und es behält immer einen gewissen Wert. Wirtschaftliche Erwägungen verknüpfen sich an dieser Stelle mit einem emotionalen Mehrwert, da sich mit dem jeweiligen Schmuckstück über die Jahrzehnte viele ganz persönliche Erinnerungen, Momente und Personen verbinden. Hinzu kommt, dass Gold das Ergebnis der Verschmelzung von Kunst, Handwerk und Service darstellt. Durch Formbarkeit können Erbstücke umgearbeitet und neue Einzelstücke geschaffen werden. Daneben setzt sich der Trend zu mehr Nachhaltigkeit in der Branche durch. Designer und Juwelenmanufakturen greifen in den letzten Jahren verstärkt zu Vintage-Steinen, recyceltem oder „grünem“ Gold – also Edelmetall, das unter verantwortungsvollen Bedingungen gewonnen wurde –, weil sie die fragwürdigen Bedingungen in den Minen nicht mehr mittragen wollen. Dem wachsenden Umweltbewusstsein der Kunden kommt das entgegen.

Frage der Form. Ein Blick in die Kollektionen bestätigt: Die aktuellen Preziosen sind extrem wandlungsfähig, soll heißen, sie passen zum Kostüm genauso wie zur Pullover-Jeans-Kombination. So kommt unweigerlich das „Das-will-ich-haben-
Gefühl“ auf.

Das Design ist ein wichtiger Faktor bei der Wahl eines Schmuckstücks. Der Blick in die aktuellen Kollektionen verrät: Es existiert ein Trend hin zu Preziosen,die jeden Tag getragen werden können und extrem wandelbar sind.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
Kommentare
Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.