"Einfach nur unverständlich"

Erich Lindner steht fassungslos vor den Trümmern des abgebrannten Kiosks in Hard.
Erich Lindner steht fassungslos vor den Trümmern des abgebrannten Kiosks in Hard. ©VN/HEY
Hard - Der Harder Kiosk ist vollkommen zerstört, die Täter hinterlassen eine Spur der Verwüstung.
Bilder: Brand im Strandbad Hard
Video: Kiosk in Hard niedergebrannt

Der Brandgeruch liegt am Dienstagmorgen immer noch in der Luft. Verrußte und abgebrannte Balken türmen sich vor den Steinmauerresten des ehemaligen Kiosks im Strandbad Hard, der in der Nacht in Flammen stand. „So einen Brand haben wir noch nie gehabt“, meint Erich Lindner, Geschäftsführer der Harder Sport- und Freizeitanlagen. Mit Vandalismus müsse man sich zwar immer wieder auseinandersetzen, allerdings nie in solch einem Ausmaß. „Das ist eine neue Größenordnung, mit der wir uns hier beschäftigen.“

Spur der Verwüstung

Nach Angaben der Polizeiinspektion Hard handelt es sich um Brandstiftung. Schließlich wurden neben dem Kiosk auch noch weitere Einrichtungen des Strandbads demoliert. „Im Bademeisterraum und in der Mole wurden Fenster eingeschlagen. Und auf das Wasserrettungsheim hatten sie es auch abgesehen“, skizziert der 45-Jährige Lindner eine Spur der Verwüstung. Wertvolle Dinge konnten die Täter gleichwohl nicht entwenden. Und das hat einen einfachen Grund: „Es gab nichts zu stehlen.“ Der Kiosk war leergeräumt, und in den anderen Räumen befanden sich lediglich ein paar Getränkeflaschen. Die Beute beschränkte sich also auf je eine Flasche Campari und Gin, überschlägt Erich Lindner.

Von den Tätern fehlt jede Spur. Die Polizei ist allerdings positiv gestimmt, die Täter auch zu fassen. Denn die Beamten wie auch der erfahrene Geschäftsführer vermuten keine professionelle Bande hinter dem Brand. „Zu dieser Jahreszeit gibt es hier einfach nichts zu holen. Das wissen organisierte Verbrecher auch.“ Eher, aber das sei reine Spekulation, könnte eine Jugendgruppe das Feuer zur Belustigung gelegt haben. „Das Strandbad liegt etwas abgelegen, das ist natürlich einladend.“

Rund alle zwei Jahre muss Lindner Sachbeschädigungen im Strandbad beklagen. Die Palette der Vandalenakte ist groß und reicht von eingeschlagenen Scheiben über Verwüstungen am Piratenschiff bis hin zu Gegenständen, die ins Schwimmbecken geworfen wurden. „Mir ist das einfach nur unverständlich“, gibt Lindner auch in Bezug auf den Kiosk-Brand zu verstehen.

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