"Eine punktgenaue Landung"

Schwarzach - Wissenschaftsminister Johannes Hahn sprach mit den "VN" unter anderem über die bald entstehende Privatuni in Vorarlberg.

VN:

Wie geht‘s der Bundesregierung, Herr Minister? Hahn: Ganz gut. Entspricht der Wetterlage: Überwiegend Sonnenschein, dazwischen manchmal Gewitter. Die aktuellen Probleme ergeben sich aus dem Umstand, dass die SPÖ einige schmerzliche Niederlagen hatte. Da kommt sie natürlich ins Grübeln.

VN:

Was halten Sie denn von der Pröll-Pröll-Idee? Hahn: Wir sollen diese Frage diskutieren und entscheiden, wenn es notwendig ist. Der amtierende Präsident hat sich noch nicht entschieden, ob er kandidiert. Auch wenn alle Wahlen gleich wichtig sind, kann ich es, ehrlich gesagt, erwarten, bis ich erfahre, ob der Amtierende wieder kandidiert oder nicht.

VN:

Bildung sei ein wirksames Mittel gegen die Arbeitslosigkeit, sagten Sie. Hahn: Wissen schafft Arbeit. Eine Zahl, um dies zu illustrieren: Der Anteil der arbeitslosen Fachhochschulabsolventen beträgt 0,4 Prozent, während der Anteil derjenigen, die einen Pflichtschulabschluss haben und arbeitslos sind, 18 bis 19 Prozent ausmacht. Je qualitätsvoller die Bildung ist, desto mehr Lebensperspektiven hat jemand, desto flexibler kann er auf Herausforderungen am Arbeitsmarkt reagieren. Wir inves­tieren weiter in die Bildung. Da geben wir nicht einmal so wenig aus, wie uns die OECD bescheinigt hat. Sie kritisiert nur, dass wir nachdenken sollen, ob auch jeder Euro richtig eingesetzt ist.

VN:

Bis 2012 soll in Vorarlberg eine Privatuniversität entstehen. Wäre das wichtig? Hahn: Jede weitere tertiäre Bildungseinrichtung, wenn sie den Qualitätsstandards entspricht – und eine Privat­universität müsste von uns akkreditiert werden – ist eine Bereicherung. Die ins Auge gefassten Studienmöglichkeiten klingen nicht uninteressant.

VN:

Zuletzt gab es Diskussionen um eine Neuausrichtung der FH Vorarlberg. Sind Neuerungen wichtig? Hahn: Absolut. Ein Studiengang wird ja auch nur dann akkreditiert, wenn es einen nachgewiesenen Bedarf aus der Arbeitswelt gibt. Wie vorhin erwähnt, beträgt der Anteil der arbeitslosen Fachhochschulabsolventen 0,4 Prozent, während Universitäts-Absolventen etwa zu 2,8/2,9 Prozent arbeitslos sind. Insofern ist das eine punktgenaue Landung Richtung Arbeitsfeld.

VN:

Studentenvertreter laufen Sturm gegen ihr „Prestigeprojekt“ e-voting. Hahn: Im Laufe der Jahre haben sich alle Parteien immer wieder darum bemüht. Nur ab dem Zeitpunkt, ab dem ein schwarzer Minister sagte, er macht‘s, traten die politischen Bedenkenträger in Erscheinung. Ich kann nur sagen: es hat funktioniert. Und es ist ein zusätzliches Wahlangebot, kein ausschließliches.

 

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • "Eine punktgenaue Landung"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen