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Eine musikalische Weltreise

Eine junge Dame, Johanna Müller, dirigiert jetzt "TiTo".
Eine junge Dame, Johanna Müller, dirigiert jetzt "TiTo". ©Christian Müller

Die Harmoniemusik Tisis-Tosters lud zum Frühjahrskonzert ins Montforthaus.

Feldkirch. Der verdienstvolle Ex-Kapellmeister Willi Doleschal hat sich samt Saxophon kollegial in die Bläserreihen zurückgezogen und hört nun, wie alle “TiTo”-Musikanten, aufs “Kommando” vom blonden Sonnenschein Johanna Müller, der er ja bekanntlich vor einiger Zeit seinen Taktstock übergeben hat. Nun, Johanna hat mit jugendlichem Schwung auch frischen Frühlingswind in die Programmgestaltung gebracht – nicht mehr einen auch dem Schreiber dieser Zeilen lieb gewordenen bunten Mix verschiedener Stücke bzw. vertraute Ohrwürmer gab´s zu hören, sondern eine musikalische Weltreise, streng geordnet nach den internationalen Destinationen.
Doch davor spielte die immer besser werdende Teenyband unter der Leitung von Manfred Bertsch drei flotte Stücke (die “T-Bone Tricks” mit den Posaunistinnen Franziska Schobel und Pierina Schneider waren wirklich klasse!), und elf begeisterte Jungmusikanten und – musikantinnen wurden mit dem Jungmusiker-Leistungsabzeichen ausgezeichnet.

Ab in die weite Welt

Kapellmeisterin Johanna Müller führte nun ihre groß besetzte Harmoniemusik Tisis-Tosters durch die weite Welt, und sie hatte sich für die einzelnen Stationen zwar unbekannte, aber das Ambiente der jeweiligen Länder trefflich charakterisierende Komponisten bzw. Stücke ausgesucht. So servierte “TiTo” auf gewohnt hohem Bläserniveau (nochmals seien die Früchte Willi Doleschals erwähnt) unter der klaren, emotionell noch etwas zu braven Leitung Johanna Müllers einen “March-Bou-Shu” aus Japan, eine “English Folk Song Suite” und eine sehr melodiös-volkstümliche “Legenda Rumantscha” aus der Schweiz. Zurück ging´s nach Österreich mit dem lautmalerischen “Vergnügungszug” von Johann Strauß Sohn (Vizekapellmeister Josef Müller dirigierte).
Es folgte noch ein “Folksong-Reloaded” von Armin Kofler mit Ländle-Bezug, “Tum Balalaika” aus Israel und der stark rhythmisierte altirische “Lord of the Dance”. Und nach soviel “weite Welt” gehörten in ein heimisches Blasmusikkonzert mindestens zwei Marschklassiker – Johanna präsentierte sie als Zugaben: “Uf da Bärga” und den unverwüstlichen, geklatschten “Radetzkymarsch” von Strauß Vater.
Neben den musikalischen Freuden bereitete auch der Feldkircher ORF-Mann in Wien, Stefan Krobath, mit seiner kabarettreifen Moderation des Abends großes Vergnügen.

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