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Eine junge Geigerin begeisterte

Die 13-jährige Geigerin Paula Huemer begeisterte beim Podium-Konzert.
Die 13-jährige Geigerin Paula Huemer begeisterte beim Podium-Konzert. ©TAK

Zweitletztes Podium-Konzert 2011 im Vaduzer Rathaussaal mit der jungen Geigerin Paula Huemer.

Vaduz. Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe der Vaduzer Podium-Konzerte (TAK), die mit viel Publikum als Matineen im Vaduzer Rathaussaal stattfinden und unter dem Patronat der Erbprinzessin Sophie stehen, neigt sich dem Ende zu. Beim zweitletzten Konzert gab es am Sonntag eine sehr erfreuliche künstlerische Begegnung mit der 1998 in ísterreich geborenen und aus der Feldkircher Musikerfamilie Chmel stammenden Geigerin Paula Huemer. Das zauberhaft schüchterne Mädchen mit dem schon reifen Können bot großteils ohne Noten ein Programm, das sehr anspruchsvoll war und zweifellos Paulas schon jugendliche Meisterschaft offenbarte. Derzeit besucht sie die zweite Klasse des Liechtensteinischen Gymnasiums Vaduz; ihre musikalische Ausbildung lag wesentlich in den Händen der bekannten Musikpädagogin Imelda Biedermann an der Liechtensteinischen Musikschule. Paula Huemer hat mehrere Preise im Violinspiel gewonnen und musiziert auch schon in Ensembles der Region vom Duo bis zum Quartett.
Am Flügel gestaltete die in Ruggell lebende Meisterpianistin mit russischen Wurzeln, Elena Büchel, das Programm harmonisch mit.

Von Händel bis zur Gegenwart

Die 13-jährie Paula besitzt einen kraftvollen, klangschönen Strich mit reiner Intonation. Ihre virtuosen Fähigkeiten lassen auch immer wieder aufhorchen. Auch ist ihre flexible Stilsicherheit ein positiver Aspekt ihrer Interpretationen. Händels Sonate in E, op.1/15 erklang zu Beginn mit jugendlicher Frische. Gleich danach folgte die obligate Eigenkomposition des Podium-Gastes (UA). Paula nannte das thematisch interessante Stück mit hübschem Pizzicato-Schluss “Echo”. Der “Walzer lento” des heuer 100-jährigen Filmkomponisten Nino Rota schwebte sanft dahin.
Ein Meisterstück präsentierte die junge Künstlerin mit der melodienreichen Sonate op. 100 von Antonin Dvorák. Ein sehr gefälliges “Allegro brillante” von Charles Dancla (1817-1907) und der temperamentvoll feurige “Marisol Tango” von Jerome Naulais (1951) beschlossen nebst Zugabe die erfreuliche Matinee des Muttertags. Maestro Graziano Mandozzi, der künstlerische Leiter der Podium-Konzerte, bedankte sich am Muttertag bei allen Müttern (und wohl auch Vätern) für das Verständnis bei der musikalischen Ausbildung ihrer Kinder. Die anwesende betagte Mäzenin der Reihe, Lotte Schwarz, wurde selbstredend in den Dank eingeschlossen.

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