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Eine herausragende Vorarlberger Journalistin ist gestorben

Marianne Mathis arbeitete jahrzehntelang in der VN-Redaktion.
Marianne Mathis arbeitete jahrzehntelang in der VN-Redaktion.
Marianne Mathis hat sich besonders als Umweltschutz- und Menschenrechts-Aktivistin einen Namen gemacht.

Am 28. April 2015 ist die 1955 geborene Topjournalistin Marianne Mathis im Alter von 59 Jahren völlig unerwartet gestorben. Marianne Mathis besuchte das Gymnasium Bregenz und arbeitete ab 1974 in der Redaktion der Vorarlberger Nachrichten, von 1978 bis 1988 in der Wiener Redaktion, wo sie das berufsbegleitende Studium der Biologie an der Universität Wien absolvierte. 1988 kehrte sie in die VN-Stammredaktion nach Bregenz zurück. Mit enormem Engagement wirkte Marianne Mathis federführend seit 1989 in der Aktion „Grünes Vorarlberg“, einer Initiative zur Sensibilisierung der Bevölkerung für die belebte Umwelt und die regionale Wertschöpfung, arbeitete im innerbetrieblichen Management zur Umsetzung des Umweltzeichens für schadstoffarme Druck­erzeugnisse mit und leitete das Projekt „sanfte Mobilitätspartnerschaft“ des gesamten Medienbetriebs. Sie konzipierte zudem den VN-Klimaschutzpreis 2008.

Seit 1990 verantwortete Marianne Mathis die Aktion „Vorarlberg hilft Strahlenopfern“ (Tschernobyl) und die Koordination der österreichisch-weißrussischen Projekte zur Nutzung eigener erneuerbarer Energiequellen, darunter Solar- und Windenergie, Heizen mit Holz und „Einführung der Produktion und Verwertung von Biogas in der Landwirtschaft“. Außerdem war sie Protagonistin für den Bau der ersten Demonstrationsanlage für Biogasnutzung in der Geflügelfarm Tereschkowtischi bei Gomel.

Marianne Mathis, die Englisch, Französisch und Russisch beherrschte, galt als mutige und oft gefürchtete Aufdeckerin von Missständen, die die Dinge schonungslos beim Namen nannte. Von 2003 bis 2007 setzte sie sich als stellvertretende Chefredakteurin der Vorarlberger Nachrichten unermüdlich gegen die gefährliche Atomkraft, für den Umweltschutz und für die Menschenrechte ein. Dann machte sie sich als Journalistin selbstständig. Sie war Ko-Autorin im Buch „Wollen täten’s schon dürfen“ von Herausgeber Hans-Peter Martin.

Seit 2012 kommentierte Marianne Mathis wöchentlich in den Vorarlberger Nachrichten und schrieb Ende 2014 einen Gastbeitrag im Buch „Würde Vernunft Liebe – und ein Ende des Kriegs gegen die Menschlichkeit“ von VN-Chefredakteurin Verena Daum-Kuzmanovic, mit der sie eine jahrzehntelange Freundschaft verband.

Besonders ihre journalistische Beschäftigung mit Fragen des umwelt- und sozialverträglichen Wirtschaftens in den Schwerpunktbereichen Verkehrs-, Energie-, Regional- und Entwicklungspolitik zeichnete Marianne Mathis aus. Seit 2007 war sie Honorarkonsulin der Republik Belarus in Österreich und erhielt zahlreiche Preise, etwa der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik, den Leopold-Kunschak-Preis für die Berichterstattung über den österreichischen Parlamentarismus, den Medienpreis von Eurosolar, den Social Peace Preis Wien, den Ersten Preis des österreichischen Umwelt- und Agrarministeriums für „Ländliche Entwicklung“ und die Extradienst-„Edelfeder“ als Top-journalistin in Österreich.

Marianne fehlt dem Redaktionsteam der Vorarlberger Nachrichten sehr.

(VN)

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