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Eine Geschichte der INDERgration

Referent Antony Payyapilly mit den Organisatorinnen Eva Fitz und Anna Huber.
Referent Antony Payyapilly mit den Organisatorinnen Eva Fitz und Anna Huber. ©Laurence Feider

Antony Payyapilly referierte in der Vortragsreihe “Steh auf meine Freundin- together we are strong”

Dornbirn. Diesen Herbst stand die Vortragsreihe “Steh auf meine Freundin – together we are strong!” in der alten Kochschule im Oberdorf ganz im Zeichen von Indien. Zum ersten Vortrag hatten die Veranstalterinnen Anna Huber und Eva Fitz, Marlies Küng-Rüdisser nach Dornbirn eingeladen. Die gebürtige Vorarlbergerin erzählte eindrücklich von ihrem Alltag und ihrer Arbeit in Manota/Radjasthan. Inzwischen ist Frau Küng-Rüdisser nach Indien zurückgekehrt und arbeitet weiter an ihrem Projekt, einer Textilwerkstätte für Menschen aus sozialen Randschichten. Diese Woche sprach Antony Payyapilly über seinen Weg von Kerala/Indien nach Österreich und seine Verwurzelung in Vorarlberg. “Aus dem Land der Palmen ins Land der Almen – eine Geschichte der INDERgration” übertitelte er seinen Vortrag. Auf unterhaltsame Weise schilderte er wie er 1995 wegen einem Studienplatz nach Österreich kam und in Innsbruck Bekanntschaft mit Land und Leuten, Sitten und Gebräuchen und Schnee und Bergen machte.

Mit Anekdoten aus seinem Alltag vermittelte er den interessierten Zuhörern was es bedeutet fremd und “entwurzelt” zu sein. Wie er beispielsweise lernte, daß man sich beim Begrüßen die Hand gibt, bei Tisch zwar laut schneuzen aber nicht rülpsen darf und daß es einen Unterschied zwischen “Kissen” und “Küssen” gibt. “Menschen, die aufbrechen und neue Aufgaben übernehmen, sind wie Bäume, die neue Wurzeln bilden”, so Payyapilly, der sich am Anfang fühlte wie eine Palme unter lauter Tannen. Inzwischen hat er in Österreich Wurzeln geschlagen, ist schon rund zehn Jahre länger geblieben als ursprünglich geplant und ist derzeit als Pfarrer und Pfarrmoderator in Meiningen/Bregenz tätig. “Letztlich ist es eine innere Entscheidung, unabhängig vom privaten und gesellschaftlichen Umfeld, sich neu verpflanzen zu lassen und neue Wurzeln zu bilden. Jeder ist sich selber Heimat”, so Pfarrer Antony.

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