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Eine Diskussion um „Kaisers Bart“

Die Fraktion "Freie Wählerschaft".
Die Fraktion "Freie Wählerschaft". ©Hronek
Stefan Müller hat nach 19 Jahren Kommunalpolitik genug und tritt zurück – Der Spaßfaktor fehlt.
GV Bludesch

(amp) Bürgermeister Michael Tinkhauser, Vize Otmar Meyer und die Gemeindevorstände Manfred Dietrich, Franz Dunkl und Stefan Bleicher verzichten auch im kommenden Jahr 2013 auf einen Teil ihrer Einkünfte. Insgesamt bleiben dadurch 10.900 Euro in der Gemeindekasse. Über die Sinnhaftigkeit dieser „Sparvariante“ wird in der Gemeindestube heftig diskutiert. Michael Tinkhauser, Vize Otmar Meyer und Manfred Dietrich verteidigen die Aktion als Solidarität mit der Bevölkerung, Helene Konzett, Marc Andraschko, Stefan Müller sehen darin eine zu geringe Wertschätzung politischer Arbeit. Eine Diskussion um „Kaisers Bart“, wenn man nämlich die Prognosen der ICG-Finanzberatung anschaut, fehlen in den kommenden Bludescher Budgets jährlich an die 400.000 Euro.

 18,84 Vollbeschäftigungen

Sowohl die Nenzinger Unternehmensberater Hödl als auch die Grazer ICG-Wirtschaftsprüfer – beide wurden von der Gemeinde Bludesch mit Analysen beauftrag – sehen Einsparungspotential im Beschäftigungsrahmen. Der Personalaufwand in Bludesch ist doppelt so hoch wie in Schlins. „Wir haben bereits Dienstleistungen für Nachbargemeinde Thüringen, die Regio Im Walgau und das DLZ-Blumenegg übernommen“, weist Bürgermeister Tinkhauser darauf hin, dass man so die Überkapazitäten kompensieren will. Zudem biete Bludesch ein vorbildliches Bürgerservice.

Solardach auf die Volksschule

Die Dacheindeckung der Volksschule muss erneuert werden. Kostenpunkt rund 40.000 Euro. Im gleichen Zuge soll auf der Südseite eine Fotovoltaik-Anlage montiert werden. Öko-Berater Gebhard Bertsch erläutert dazu die Details. Aufgrund des Preisverfalles bei Solarmodulen werden die aktuellen Kosten erst unmittelbar vor der Vergabe eingeholt. Einigkeit herrscht in der Gemeindevertretung darüber, dass EU-normgerechte Module verwendet werden.  Berechnungen zufolge kann mit 20.000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr kalkuliert werden, die zur Gänze ins VKW-Netz eingespeist würden. Mit einer Amortisation der Kosten ist in zehn bis zwölf Jahren zu rechnen. Die Auftragsvergabe erfolgt durch den Gemeindevorstand.  

 Gebührenerhöhung

Die Wasserbezugsgebühren werden von 0,0 auf 1,04 Euro angehoben. Die Zählermieten von 16,14 auf 34,20 Euro, die Abfallgebühren pro Kopf von 26,74 auf 31,15 Euro und die Abwassergebühren von 2,47 auf 2,55 Euro pro Kubikmeter. Beim IAP an der Lutz ist der Abgang mit 300.000 Euro mehr als doppelt so hoch wie prognostiziert. Schuld ist vor allem die zu geringe Auslastung der vier Tagesbetten. 

 Kein Spaß mehr

Weil ihm ganz einfach der Spaßfaktor fehle, der zu jedem Ehrenamt notwendig sei, lege er seine politischen Funktonen in der Gemeinde, in den Unterausschüssen und beim Gewerbepark nieder, begründete Stefan Müller seinen Rücktritt nach 19 Jahren aktiver Kommunalpolitik.

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