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Einbruchstour im Drogenrausch

Dumme Ganoven. Zwei Tiroler Ex-Häftlinge haben eine nächtliche Ausflugstour nach Feldkirch gemacht, ohne Führerschein und im gestohlenen Pkw. Ohne Erfolg. Der 51-jährige Innsbrucker hat den 22-Jährigen im Gefängnis kennen gelernt, sie waren Zellengenossen. Wie erst jetzt bekannt wurde, unternahmen sie zusammen in der Nacht auf den 12. Januar 2004 eine Bruchtour nach Vorarlberg. “Den Pkw hat der 22-jährige von seinem Vater ‘geliehen'”, sagt der Imster Postenkommandant Peter Köll den “VN”. Ertappt haben seine Beamten das Einbrecherduo bei der Rückfahrt in Imst, als sie Automaten knackten.

Sicherheitsmonitor

“Im Auto haben wir dann eine Mautkarte für den Arlbergtunnel gefunden”, so der Gendarm. Im neuen Sicherheitsmonitor habe er gesehen, dass in Feldkirch Parkautomaten aufgebrochen wurden – Volltreffer. “Es war der erste größere Fall, den wir mit dem Sicherheitsmonitor lösen konnten.” Im neuen Gendarmerie-System sind Straftaten sofort nach Eingabe österreichweit für alle Dienststellen einsehbar, so sollen Verbrechen noch schneller geklärt werden. In der Tatnacht waren die beiden Tiroler zuerst nach Feldkirch gefahren, suchten sich einen Parkautomaten in der Johannitergasse aus. Nach mehreren Versuchen gaben sie ihr kriminelles Vorhaben auf, nicht ohne erheblichen Schaden angerichtet zu haben.

Im Drogenrausch – die Gendarmerie fand noch 0,19 Gramm Heroin im Auto – ging es dann zurück durch den Arlberg. Gegen 6 Uhr brachen sie insgesamt sechs Imster Parkautomaten auf. Dieses Mal funktionierte die Stemmeisen-Technik: 1029 Euro Beute. Dann klickten auch schon die Handschellen – der letzte Automat war direkt gegenüber dem Imster Gendarmerieposten.

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