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Einbruchsserie ohne Ende

Schwarzach - Die Serie von Einbrüchen in Vorarlberg geht weiter. Auch am Wochenende waren die Täter wieder aktiv, schlugen in drei Häusern in Götzis, Weiler und Feldkirch zu.

Diverse Einbrecherbanden scheinen sich derzeit in Vorarlberg fest einquartiert zu haben, die seit Wochen andauernde Einbruchsserie geht weiter. Auch an diesem Wochenende wurden wieder Hausbesitzer unangenehm überrascht. Dieses Mal in Feldkirch, Klaus und Weiler. Als die nichtsahnenden Opfer am Samstagabend nach Hause kamen, bot sich ihnen ein Bild der Verwüstung. Schubladen und Schränke waren durchwühlt, Sachen lagen verstreut in der ganzen Wohnung. Die Einbrecher hatten hohen Sachschaden angerichtet, in zwei Fällen brachen sie Balkontüren auf, in einem Fall gelangten sie durch ein Fenster ins Gebäude.

Aufwand für wenig Beute

Schmuck, Bargeld, elektronische Geräte: die Langfinger nahmen alles mit, was ihnen auch nur im Entferntesten wertvoll vorkam. Für die Täter rentiert sich der einzelne Einbruch auch mit relativ wenig Beute, getreu dem Motto „die Masse machts“.

Herbert Humpeler vom kriminalpolizeilichen Beratungsdienst erklärt einen häufig vorkommenden Irrtum bei den potenziellen Einbruchsopfern. „Viele denken, sie hätten ja nicht viel wertvolles im Haus, aber eine Digitalkamera, etwas Schmuck und ein wenig Bargeld hat meist jeder. Für einen Einbrecher aus Osteuropa hat sich damit die Tat schon gelohnt.“

Die Polizei fahndete nach Bekanntwerden der Einbrüche mit einem Großaufgebot nach den Tätern, man will die Einbruchsserie endlich stoppen – der Druck für die Ermittler ist groß, denn mit jedem Tag wächst auch die Unsicherheit in der Bevölkerung. „Mit ein paar wichtigen Sicherungsmaßnahmen kann der Haus- oder Wohnungsbesitzer etwa 90 Prozent der Einbrecher abschrecken“, spricht Herbert Humpeler aus Erfahrung.

FAKTEN:

> Sieben Mal am Tag wird in Vorarlberg durchschnittlich eingebrochen, das macht etwa 2500 Einbrüche im Jahr.

> Bei den Einbruchsdiebstählen in Häuser und Wohnungen ist ein hoher Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu beobachten. Der Zuwachs in den ersten zehn Monaten des Jahres beträgt 156,4 Prozent bei Einfamilienhäusern und 67,6 Prozent bei Wohnungen.

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