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Einbruchserie: Serbe verursacht Gesamtschaden von 370.000 Euro

Bregenz -  Die Polizei hat eine Serie von mindestens 43 Dämmerungseinbrüchen in Vorarlberg aufgeklärt. Die beiden mutmaßlichen Täter aus Serbien waren seit 2005 mehrfach im Ländle aktiv und richteten dabei einen Gesamtschaden von 370.000 Euro an, informierten Stefan Schlosser und Toni Kraxner vom Landeskriminalamt für Vorarlberg (LKA) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.
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Ein 39-jähriger Tatverdächtiger wurde kürzlich bei der Einreise nach Ungarn festgenommen, sein 40-jähriger Komplize ist flüchtig.

Einbrüche bei Dunkelheit

Die beiden Männer sollen in der Herbst- und Winterzeit die frühe Dunkelheit und die Abwesenheit der Bewohner für ihre Coups genutzt haben. Erstmals waren sie laut Spurenlage von November 2005 bis Jänner 2006 im Vorarlberger Unterland, erneut schlugen sie im November und Dezember 2009 sowie im Dezember 2011 zu.

Sie zwängten Terrassentüren oder Fenster auf und durchsuchten das gesamte Haus. Dabei hatten sie es auf Schmuck und Bargeld abgesehen, ersteren verkauften sie meist rasch auf dem Schwarzmarkt. Die Gesamtschadenssumme beläuft sich dabei auf rund 370.000 Euro, davon sind 50.000 Euro Diebesgut, wie Schmuck und Bargeld.

EU-Haftbefehl ausgestellt

Bei einer Patrouillenfahrt der Polizei im Februar 2010 in einem gefährdeten Wohngebiet in Bregenz fielen die beiden Männer auf. Sie wurden erkennungsdienstlich erfasst, gegen sie lagen aber vorerst keine ausreichenden Beweise vor. Ein Spurenabgleich brachte die Ermittler letztlich auf die Fährte der beiden. Sie dürften demnach auch in Zusammenhang mit einer Einbruchsserie in Ingolstadt und einem Wohnungseinbruch in Wien stehen, hieß es. Gegen die Männer wurde ein EU-Haftbefehl wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls unter Bildung einer kriminellen Vereinigung erlassen.

Serbe an Grenze festgenommen

Am 6. August 2011 wurde der 39-Jährige am Grenzübergang Tompa beim Versuch, nach Ungarn einzureisen, gefasst. Der Mann stimmte einer verkürzten Auslieferung zu, am 17. August wurde er in die Justizanstalt Feldkirch überstellt. “Aus unserer Sicht sind alle Sachbeweise vorliegend, die eindeutig bestätigen, dass der Täter für diese Einbrüche in Frage kommt. Der Personalbeweis, sprich die entsprechende Vernehmung, ist noch ausständig“, so Stefan Schlosser vom LKA.

Komplize auf der Flucht

Sein Komplize werde noch gesucht. Man habe derzeit keinen Hinweis auf seinen Aufenthaltsort, so Kraxner. Die Täter dürften Kontakt zu in Vorarlberg lebenden Personen gehabt haben, die sie teilweise zu den Tatorten chauffierten, ihnen Autos liehen, Werkzeug-Depots anlegten oder Unterschlupf gewährten, erklärte der Ermittler. Die Männer sollen aber auch in Pensionen oder Privatzimmern gewohnt haben, hier erhoffe man sich von der Bevölkerung Hinweise zu möglichen Kontaktpersonen. APA/VOL.at

Täterbeschreibung

  • Person: Sasa Popovic, serbischer Staatsangehöriger, männlich (Foto siehe Anhang “Fahndung: Serbe wird gesucht”)
  • Statur: Ca. 180 cm groß, dicke Statur, braune Haare

 Hinweise an das Landeskriminalamt Bregenz (Tel 059133-80-333) erbeten.

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